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Dobin bei Schwerin : Höchste Auszeichnung für „Ringer-Professor“

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Harold Tünnemann rief unter anderem den Videobeweis ins Leben und wurde nun vom Weltverband in die „Hall of Fame“ aufgenommen

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Die Ringer standen bei den Olympischen Spielen in Rio im Rampenlicht. Sportlich haben die Griechisch-Römisch-Spezialisten an ihren ersten Kampftagen schon mal mit Bronze durch Denis Kudla (85 kg/VfK Schifferstadt) und dem 5. Platz durch Eduard Popp (130 kg/VfL Neckargartach), sowie dem 7. Platz von Weltmeister Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg) bewiesen, dass sie zur Weltspitze gehören.

Doch auch abseits der Matte sind deutsche Funktionäre präsent und begleiten wichtige Funktionen im Weltverband UWW. So wurde der 42-jährige Antonio Silvestri aus Ludwigsburg vergangenes Jahr zum Hauptkampfrichter des Weltverbandes befördert. Auch für den Videobeweis war ein deutsches Team vor Ort zuständig. Fordert ein Trainer bei einer strittigen Szene den Videobeweis ein, so wird er von den Kampfrichtern an Ort und Stelle vorgenommen. Streitpunkte und Mißverständnisse haben seit Einführung des Videobeweises drastisch abgenommen. Der Urheber des Videobeweises, der in Dobin am See bei Schwerin lebende Prof. Harold Tünnemann, wurde am Rande der Kämpfe von Rio für seine langjährige Arbeit im Dienst des Ringkampfsportes mit dem „Order of Merit ausgezeichnet, dem höchsten Orden, den der Ringer-Weltverband UWW zu vergeben hat. Damit verbunden ist die Aufnahme in die Ringer-Ruhmeshalle, die „Hall of Fame“.

Professor Tünnemann hat nicht nur bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona den Videobeweis aus der Taufe gehoben, seit 1973 ist er Verfasser vieler Analysen von Europa- und Weltmeisterschaften, sowie Olympischen Spielen, die als Grundlagen im Training der Athleten weltweit genutzt wurden, aber auch zu Regeländerungen führten, die zu mehr Attraktivität führen sollten.

Neben seinen vielen Schriften, darunter ein Buch, half Tünnemann mit, die Grundlagen einer Ringer-Datenbank zu schaffen, die heute zu den umfangreichsten gehört.

 

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