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Jedermannzehnkampf Schwerin : Herrmann macht das Dutzend voll

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Schweriner Jedermannzehnkampf: Seriensieger gewinnt zum zwölften Mal. Tolle Stimmung und Kaiserwetter für „Könige der Athleten“

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erstellt am 12.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Die 174 Starter des 24. Schweriner Jedermannzehnkampfes durften sich am Wochenende bei ihrem Kampf mit der größten Herausforderung der Leichtathletik – auch „Krone der Leichtathletik“ genannt – über geradezu rekordverdächtige äußere Bedingungen freuen. Kaiserwetter für die Könige der Athleten sozusagen.

Selbst „Veteranen“ dieser Traditionsveranstaltung konnten sich nicht erinnern, hier von Petrus jemals derart verwöhnt worden zu sein. Und Veteranen gab es einige. Drei von ihnen waren sogar mehr als 20-mal dabei. Der Schweriner André Peters absolvierte seinen 22. Start, für Steffen Stübe aus Güstrow und Matti Herrmann aus Frankenberg war es sogar der jeweils 23.

Zudem ist Matti Herrmann der große Überflieger des Events. Elf Einzelsiege standen für ihn bislang zu Buche, an diesem Wochenende fügte der 33-Jährige den zwölften hinzu. Dabei ließ sich der Neffe des Schweriner Trainer-Ehepaares Gisela und Andreas Rändler selbst von einer Sommergrippe nicht stoppen. „Ich habe beim Hoch- und besonders beim Stabhochsprung schon gemerkt, dass die Kraft fehlt“, erzählte er zwischendurch mit einem Taschentuch bewaffnet ein wenig krächzend, „aber alles in allem läuft es noch erstaunlich gut.“

Am Ende siegte Matti mit 6756 Punkten. Das sind zwar bedeutend weniger als bei seinem Meetingrekord von 2008 (7067 Punkte), aber mehr als bei seinem Vorjahressieg (6525). Zweiter wurde Christian Sieg (Rostock/5991) vor Marc Oliver Jahnke (Schwerin/5345). Bei den Frauen triumphierte die 14 Jahre junge deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf, Hannah Bittorf, mit 3867 Punkten vor Gila Wendt (bd. Rostock/3304) und Sarah Storch (Freiberg/3271). Und die Teamwertung sicherte sich das vom LAC Mühl Rosin gestellte Quintett um seinen Kapitän Jan Kawelke.

Einen Rekord oder sogar Rekorde ganz anderer Art haben Sportfreunde aus Wittenburg und Umgebung hingelegt. Schon ihre Vorbereitung war grandios. Während das Gros der Starter in den blauen T-Shirts mit der Aufschrift von Hauptsponsor „mediclin“ aus Crivitz unterwegs war, hatten sie eigene T-Shirts kreiert. „Die Unglaublichen – Riege 5“, stand auf den grünen Hemden geschrieben. Und das war mehr als nur ein Spruch, wie nicht zuletzt im Stabhochsprung zu erleben war. Unter großem Beifall meisterte zum Beispiel Uwe Schütze 2,30 m. Knapp zwei Wochen zuvor hatte er erstmals überhaupt einen Stab in der Hand gehalten und im Zehnkampftraining bei Andreas Rändler einen ersten Einblick in diese technisch schwierige Disziplin erhalten. Sogar völlig „unbeleckt“ ging Heiko Wolf an den Ablauf und sprang 2,10 m – wie gesagt: unglaublich!

Schade nur, dass die beiden erst im fünften Lebensjahrzehnt ihre Liebe zum Stabhochsprung entdeckten. Womöglich hätte sonst die Historie dieser Disziplin umgeschrieben werden müssen…

Apropos Neuland! 74 der insgesamt 174 Starter waren zum ersten Mal überhaupt dabei. Das zeigt, dass die Faszination des Schweriner Jedermannzehnkampfes nach wie vor ungebrochen ist. Dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben wird, ist längst beschlossene Sache. Schon allein, weil dann ja wieder ein Jubiläum ins Haus steht. Mit den Vorbereitungen dazu haben die gastgebenden SSC-Leichtathleten bereits begonnen.

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