Handball : Gut gespielt und doch verloren

Mit sieben Toren, darunter zwei Siebenmeter, zeigte sich Christin Wolter gegen Oyten als treffsicherste Grün-Weiß-Schützin.
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Mit sieben Toren, darunter zwei Siebenmeter, zeigte sich Christin Wolter gegen Oyten als treffsicherste Grün-Weiß-Schützin.

3. Liga Frauen: SV Grün-Weiß Schwerin – TV Oyten 22:26 (11:11)

svz.de von
25. September 2017, 23:26 Uhr

Am Ende hat Drittliga-Meister TV Oyten eine gute Phase gegen die Handballerinnen des SV Grün-Weiß gereicht, um die Partie in der Schweriner Halle an der Reiferbahn für sich zu entscheiden. Die Gastgeberinnen aus Schwerin unterlagen den Niedersachsen mit 22:26. Grün-Weiß-Trainer Tilo Labs war nicht so richtig zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Nachdem wir uns in der ersten Halbzeit richtig gut verkauft haben, konnten wir im zweiten Durchgang nicht mehr das aufs Parkett bringen, was wir uns vorgenommen hatten“, konstatierte der Coach.

Tatsächlich waren die Grün Weißen nach einer 2:0-Führung der Gäste schnell auf Betriebstemperatur, erzielten nicht nur den Ausgleich, sondern bestimmten sogar phasenweise das Spiel und enteilten vor allem bis zur 20. Minute auf 9:5. Die Wende beim TVO kam mit der Einwechslung von Denise Engelke, die mit vier Toren in Folge den Rückstand ihrer Mannschaft fast im Alleingang wieder wettmachte. Somit endete das Duell Außenseiter gegen Meister zur Halbzeit mit einem 11:11.

Aus der Kabine kamen die Gäste offensichtlich etwas aufgeweckter, sie legten schnell ein paar Tore vor (11:13 und 13:16) und hatten sich besser auf die Spielweise und vor allem den Angriff-Deckung- Wechsel von Trainer Labs eingestellt. Trotzdem gaben sich die jungen Wilden auf Gastgeberseite noch lange nicht geschlagen, kämpften sich wieder heran und glichen durch Lea Schmidtke die Partie aus (16:16, 37.) Oyten jedoch drückte weiter aufs Tempo und enteilte wieder auf vier Tore (16:20, 43.). Damit war eigentlich eine kleine Vorentscheidung gefallen und tatsächlich verwalteten die Gäste diesen Vorsprung über die Spielstände 18:22 und 20:24 bis zum 22:26.

Allerdings war zumindest aus Grün-Weißer Sicht in den letzten zehn Minuten mehr „drin“. Allein fünf hundertprozentige Chancen wurden auf Schweriner Seite leichtfertig vergeben. „Wir hätten allein mit den Chancen zumindest ein Unentschieden verdient gehabt. Da müssen wir noch einiges dazulernen, wir nehmen jetzt aber das Positive mit, denn davon gab es reichlich “ sagte Tilo Labs nach Spielende.

Für die A-Jugendlichen der Mannschaft geht es am Wochenende in der Bundesliga mit einer Auswärtspartie beim Buxtehuder SV weiter. Das gesamte Frauenteam ist am 7. und 8. Oktober wieder gefragt. Dann müssen die Grün-Weißen zunächst am Sonnabend auswärts beim MTV Altlandsberg in der Liga ran, am Sonntag ist in der zweiten Runde des DHB-Pokals Zweitligist HSG Hannover-Badenstedt zu Gast in der Reiferbahnhalle.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann – Schmidtke 2, Laas 5, Wichmann, Slomka 4, Nawrot, Lück, Fischer 3, Jantzen 1, Wolter 7/2, Pötzsch, Klingenberg, Lorenz.

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