Handball : Grün-Weiß völlig von der Rolle

In der Abwehr bekamen die Grün-Weiß-Damen einfach keinen Zugriff.
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In der Abwehr bekamen die Grün-Weiß-Damen einfach keinen Zugriff.

3. Liga: Schweriner Handballdamen unterliegen weitab von Normalform deutlich dem Frankfurter HC mit 19:29

svz.de von
12. Dezember 2014, 23:03 Uhr

Mit einer deutlichen aber verdienten 19:29-Niederlage gegen den Frankfurter HC überwintern die Schweriner Handballerinnen weiter auf dem letzten Tabellenplatz der 3. Liga.

Damit gehen sie mit einer Hypothek in die Rückrunde, mit der so wohl keiner gerechnet hatte, die man sich in erster Linie aber selbst zuschreiben kann und muss. Was in dieser Partie Drittletzter (FHC) gegen Letzter (Schwerin) vom Gastgeber geboten wurde, war einfach zu wenig. Lediglich in den ersten Minuten, als die Schwerinerinnen 4:2 führten und Gästetrainer Schmidt sogar eine Auszeit nehmen musste, lief noch alles nach Plan. Ab der 10. Minute jedoch verlor Schwerin mehr und mehr den Faden und entsprechend vergrößerte sich der Vorsprung der Gäste kontinuierlich. Gleichermaßen gingen die Schultern beziehungsweise Köpfe bei den Grün-Weißen nach unten. Einfache Fehler, die das junge Frankfurter Team gnadenlos ausnutzte, führten zu einem immer deutlicher werdenden Rückstand. Riedel und Dürrwald auf gegnerischer Seite agierten nach Belieben, marschierten durch die Abwehr und sorgten fast im Alleingang für den 10:16-Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: Lediglich Andrea Klasen im Tor verhinderte Schlimmeres. Auf dem Feld gab es keine oder kaum spürbare Trotzreaktionen der Gastgeberinnen. In der Deckung kam man mit der schnörkellosen und einfachen Spielweise der Gäste nicht zurecht, die einfach schneller auf den Beinen und zudem auf den Außenpositionen druckvoller waren. Nach vorne gab es kaum Ideen, keiner nahm die Zügel in die Hand, machte Ansagen oder setzte Zeichen. Offensichtlich fällt es der Mannschaft derzeit schwer, eine Favoritenrolle anzunehmen, denn dass man gegen bessere Mannschaften teilweise schon gut mithalten kann, konnte man beim Spiel gegen Owschlag durchaus beobachten. In dieser Partie jedoch ging kaum etwas und so war es folgerichtig, dass Frankfurt sich in einen Rausch spielte, in dem einfach alles klappte. Am Ende war es eine deutliche 19:29- Schlappe, die nicht nur bei den Spielerinnen sondern auch unter den Zuschauern und Fans für etwas Resignation und Unmut sorgte. Alle waren sich darin einig, dass dies wohl die schlechteste Saisonleistung gewesen sein muss. Auch Trainer Tilo Labs war jedenfalls restlos bedient und auch ein wenig ratlos, über das, was seine Mannschaft über 60 Minuten geboten hatte. Das muss man wohl erst einmal sacken lassen und dann mit dem nötigen Abstand analysieren.

Zum Glück für Schwerin sind jetzt erst mal drei Wochen Pause, in der die Akkus aufgeladen, die Verletzungen auskuriert und die Wunden geleckt werden können. Vielleicht kann das Team ja doch noch den Schalter umlegen und in der Rückrunde noch einmal angreifen. Die Verantwortlichen würden sich es wünschen, glauben aber auch weiter an die Stärke der Mannschaft.

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