viele Fehler : Grün-Weiß verliert unnötig

Vivien Erdmann erzielte bei Henstedt-Ulzburg fünf Treffer. Sie musste verletzt ausgewechselt werden.
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Vivien Erdmann erzielte bei Henstedt-Ulzburg fünf Treffer. Sie musste verletzt ausgewechselt werden.

Schweriner Handballdamen treten beim Tabellennachbarn kämpferisch auf, müssen dennoch deutliche Niederlage hinnehmen

svz.de von
17. März 2014, 23:30 Uhr

Mit einer vermeidbaren 35:28-Niederlage kehrten die Handballerinnen der dritten Liga der SV Grün-Weiss Schwerin vom Tabellennachbarn SV Henstedt-Ulzburg zurück.

Dabei begannen die Schwerinerinnen couragiert und mit viel Zug nach vorne, lagen gleich in Führung, hielten diese auch bis zum 6:7, erzielt von einer in der Anfangsphase starken Vivien Erdmann. Nach zehn Minuten gestaltete sich das Spiel dann ausgeglichen, beide Teams schenkten sich nichts. Bei den Gastgeberinnen steigerte sich vor allem Jenny Knust im Tor. Sie stellte sich mit zunehmender Spieldauer immer besser auf die Würfe der Schwerinerinnen ein. Auf der anderen Seite konnten Schwerins Torfrauen nicht so recht überzeugen, so dass die Henstedterinnen immer besser ins Spiel kamen. Allerdings hielt Schwerin lange gegen, so dass sich in dieser Phase keine Mannschaft deutlich absetzten konnte. Erst in den letzten zwei Minuten der ersten Hälfte konnten die Hausherrinnen eine 17:14-Führung erspielen.

Die Pause riss die Schwerinerinnen aber aus ihrem Spiel, denn gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit fanden diese nicht so recht in ihre Form, so dass die Henstedterinnen die Führung auf 20:15 ausbauen konnten. In dieser Phase des Spiels musste Schwerin insgesamt achtmal in Unterzahl agieren, während die Gastgeberinnen keine Zeitstrafe erhielten.

Dennoch gelang es den Schwerinerinnen, den Vorsprung nicht größer werden zu lassen. Beim 28:23 in der 50. Minute nahm Trainer Tilo Labs dann die Auszeit, um seine Damen für die Schlussoffensive einzustellen. Das war zunächst erfolgreich, Wendy Künzel, beste Schützin auf Seiten der Grün-Weißen, verkürzte auf 29:25. Danach verletzte sich Vivien Erdmann und musste ausgewechselt werden. Bei dieser Aktion bekam Vivien Bartlau ihre zweite Zeitstrafe.

Somit mussten die Grün-Weißen erneut in Unterzahl spielen. Aber Stefanie Laas und Co kämpften weiter, jetzt deutlich offensiver. Trotz einiger Abspielfehler gelang den Spielerinnen eine Resultatsverbesserung. Sie kämpften sich bis zum 30:28 heran und konnten die Partie wieder offen gestalten. Vor allem Wendy Künzel drehte auf. Henstedts Trainer Volker Paul nahm folgerichtig die Auszeit und schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Alisa Oehme erzielte schnell den 31. Treffer für die Gastgeberinnen. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Schwerin spielte jetzt mit viel Risiko, leistete sich im Spiel nach vorne aber leichtsinnige Fehler, so dass Henstedt-Ulzburg einfache Treffer erzielen konnte. Der 35:28-Endstand war sicherlich zu hoch, die Niederlage hatten sich die Schwerinerinnen aber selbst zuzuschreiben.

Vor allem die vielen technischen Fehler waren es, die der Mannschaft das Siegen beim Tabellennachbarn nahezu unmöglich gemacht haben. Jetzt rangieren die Grün-Weißen auf Tabellenplatz acht.

Grün-Weiß Schwerin: Pöschel, Wiercioch, Laas 4, Künzel 8/1, Schult 4, Menzel, Dube 2, Ehlers 1, Erdmann 5, Bartlau 4, Celka

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