Handball : Grün-Weiß startet mit Kantersieg

Aileen Lück (l.), hier in einem früheren Spiel, zeigte sich mit sieben Toren für Grün-Weiß Schwerin gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust sehr treffsicher. Fotos: Dietmar Albrecht
Aileen Lück (l.), hier in einem früheren Spiel, zeigte sich mit sieben Toren für Grün-Weiß Schwerin gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust sehr treffsicher. Fotos: Dietmar Albrecht

Handball: Schwerin glückt beim 34:24 gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust die Revanche für die Hinspielniederlage

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18. Januar 2016, 23:10 Uhr

Die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin stiegen am Sonntag mit einem Heimspiel der Ostsee-Spree-Oberliga ins Jahr 2016 ein und das auch gleich mit einem Paukenschlag. Gegen den Tabellennachbarn (6.) aus Hermsdorf-Waidmannslust gelang ein überaus deutlicher und auch in der Höhe verdienter 34:24-Erfolg. Damit revanchierte sich das Team natürlich auch für die ebenso deutliche Niederlage (25:35) im Hinspiel.

„Mir hat schon sehr viel gefallen, zumal sich in diesem Spiel auch mal andere Spielerinnen zeigten, die man bisher nicht so auf dem Schirm hatte,“ zeigte sich Grün-Weiß-Trainer Andreas Sarakewitz zufrieden. Gemeint waren damit vor allem Aileen Lück und Sophie Powierski. Beide zusammen warfen fast die Hälfte aller Tore, wobei gerade Powierski sich schon sehr abgeklärt vom 7m- Punkt zeigte. Fünf von sechs Strafwürfen verwandelte sie sicher, aber auch aus dem Rückraum war sie mehrfach erfolgreich. Lück hingegen machte ihre Tore vor allem aus der 1. und 2. Welle und sorgte bereits gegen Ende der ersten Halbzeit mit zwei Toren in Folge für etwas Ruhe auf der Trainerbank.

Der Beginn des Spiels war von viel Nervosität geprägt. Die Gastgeberinnen ließen zu dem Zeitpunkt einige Hochkaräter liegen, sodass der Vorsprung lediglich zwei Tore betrug. (3:1, 5:3). Die Gäste hingegen hatten offensichtlich kleinere Probleme mit dem Spielgerät, denn in Schwerin wird im Gegensatz zu Berlin mit „Backe“ gespielt. Das spielte Schwerin in die Karten und der Vorsprung wuchs ab der 10. Minute kontinuierlich (8:5, 9:5). Vor allem Jule Wieck konnte sich einige Male gut durchsetzen und mehrere Tore in dieser Phase erzielen. Folgerichtig lagen nach 22 Minuten beim 11:6 bereits fünf Tore Differenz zwischen Schwerin und der SG Hermsdorf-Waidmannslust. Die Deckung stand sicher in dieser Phase und nach vorne ging die Post ab. Steffi Laas und eben Aileen Lück stellten den 17:10-Halbzeitstand her.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild, zunächst schienen sich die Gäste etwas aufzuraffen und verkürzten ihren Rückstand von sieben auf vier Tore (18:14). Dann reichte ein energischer Zwischenspurt der Gastgeberinnen, sie erzielten vier Treffer in Folge und ein beruhigender 22:14-Zwischenstand stand auf der Anzeigetafel in der Halle an der Reiferbahn. Als dann Adriana Celka, die wegen einer Grippe in diesem Jahr noch nicht trainieren konnte und nur kurz zum Einsatz kam, das 27:17 und damit erstmals einen 10-Tore-Vorsprung erzielte, waren die Zuschauer so richtig zufrieden. Es klappte jetzt einfach alles, zumal sich auch fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. In der Schlussphase versuchte der Trainer ein paar neue Varianten, die zugegebenermaßen noch nicht so recht klappten, aber das tat der Freude über den deutlichen Sieg am Ende keinen Abbruch. Die Gäste stemmten sich in der Schlussphase beim Stand von 33:21 zwar noch mal gegen mehr als 10 Tore Rückstand, am Ende hieß es dann aber 34:24, was von Spielerinnen und Publikum gleichermaßen gefeiert wurde. „Darauf lässt sich gut aufbauen, aber kommende Woche in Brandenburg müssen wir gleich nachlegen, sonst sind die zwei Punkte nicht viel wert,“, relativierte Coach Sarakewitz aber sofort wieder.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Güdokeit; Laas 5, Wichmann, Petereit, Nawrot 3, Lück 7, Evangelidou 1, Wolter 1, Panzer 1, Wieck 4, Celka 3, Powierski 9/5.

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