krimi beim handball : Grün-Weiß macht es spannend

Gewinnerin des Spiels war Grün-Weiß-Torhüterin Marta Wiecioch.  Fotos: dietmar Albrecht (2)
Gewinnerin des Spiels war Grün-Weiß-Torhüterin Marta Wiecioch. Fotos: dietmar Albrecht (2)

Schweriner Drittliga-Handballerinnen belohnen sich mit 30:29-Sieg gegen Tabellenvierten Buxtehuder SV II für eine starke Leistung

svz.de von
24. März 2014, 23:37 Uhr

„Am Ende hat es gerade noch gereicht, aber für schwache Nerven war das nichts.“ So lautete das Fazit eines Schweriner Fans nach einem tollen Handballspiel in der Halle an der Reiferbahn. Mit 30:29 gewannen die Frauen des SV Grün-Weiß in der dritten Bundesliga gegen den Tabellenvierten aus Buxtehude und verteidigten so ihren achten Platz.

Das Spiel begann für die Zuschauer eher entspannt: Schwerin spielte schnell und sicher und ging folgerichtig mit 3:0 in Führung. Erst in der 5. Minute konnte die bundesligaerfahrene Sarah Lamp das erste Buxtehuder Tor erzielen. Jetzt ging es hin und her, teilweise schöne Spielzüge wechselten auf beiden Seiten mit einfachen technischen Fehlern. Absetzen konnte sich Schwerin erstmals wieder zum 12:9, vor allem dank einer bärenstarken Marta Wiecioch im Tor. Sie hielt Schwerin immer wieder im Spiel und machte es den Gästen schwer. Als nach 25 Minuten Steffi Laas einen 5:0-Lauf der Schwerinerinnen sicher zum 17:11 abschloss, gab es die ersten „Standing Ovations“ auf der Tribüne.

Vor allem die Art und Weise, wie dieser Vorsprung herausgearbeitet wurde, begeisterte auch Trainer Tilo Labs. „Da haben viele Dinge geklappt, die wir im Training geübt hatten“, so der Coach. Das 19:14 zur Halbzeit war deutlich, verführte aber auch zu einer Sicherheit, die den Gastgeberinnen vor einigen Jahren schon einmal zum Verhängnis geworden war.

Im ersten Jahr der Bundesligazugehörigkeit lagen sie gegen eben jenen Buxtehuder SV II mit 19:13 vorne, um am Ende noch mit einem Tor zu verlieren. Nach der Pause stellten die Gäste auf eine offensivere Deckung um und „verpassten“ Vivien Erdmann eine Sonderbewachung. Die Grün-Weißen spielten zunächst weiter gut mit und hielten den Gegner auf Distanz, so dass nach 40 Minuten ein scheinbar sicheres 26:20 aus Schweriner Sicht von der Anzeigetafel leuchtete. Als dann aber Regisseurin Wendy Künzel durch die Gäste auch noch aus dem Spiel genommen wurde, wurden die Grün-Weißen zunehmend unsicherer. Fehlpässe, einfache technische Fehler und einige Zeitstrafen sorgten dafür, dass der BSV II wieder ins Spiel kam. Beim Stand von 27:25 war die Partie praktisch wieder offen.

Zwei Dinge sprachen in dieser schwierigen Phase für Schwerin: Zum einen wurden alle Strafwürfe sicher verwandelt, zum anderen gab es eine kämpfende Deckung mit einer Sophie Ehlers, die nach ihrer dritten Zeitstrafe zum Zuschauen verdammt war. Nach 56 Minuten trennten die Mannschaften lediglich zwei Tore (30:28). Von einer Vorentscheidung war man weit entfernt. Die Nervosität auf beiden Seiten nahm zu. Als Buxtehude den 29. Treffer erzielte, nahm Tilo Labs eine letzte Auszeit, um seine Damen in der Defensive zu sortieren und den Druck vorne hochzuhalten. Die erhoffte Wirkung blieb aus. Schwerin schloss zweimal überhastet ab und spielte so dem Gegner in die Karten. Aber der konnte die Chance nicht nutzen. Der letzte Wurf der Partie wurde von der „Gewinnerin“ dieses Spiels, Grün-Weiß-Torhüterin Marta Wiecioch, entschärft. Der Schlusspfiff fiel, und das Publikum stand und feierte den Sieg und die Spielerinnen.

Grün-Weiß Schwerin: Pöschel, Wiecioch; Labs, Laas 9, Künzel 7/3, Nawrot, Schult 2, Menzel, Dube, Evangelidou 3, Ehlers 1, Erdmann 5, Bartlau 3




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