Handball : Grün-Weiß belohnt sich nicht

„Neuzugang“ Meike Schult erzielte bei ihrem zweiten Saison-Auftritt im Grün-Weiß Trikot gegen den TSV Nord Harrislee zwei Tore.  Fotos: Dietmar Albrecht
„Neuzugang“ Meike Schult erzielte bei ihrem zweiten Saison-Auftritt im Grün-Weiß Trikot gegen den TSV Nord Harrislee zwei Tore. Fotos: Dietmar Albrecht

3. Liga, Frauen: SV Grün-Weiß Schwerin – TSV Nord Harrislee 26:27

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20. November 2017, 23:30 Uhr

„Es nützt uns wenig, wenn uns alle ein gutes Spiel bescheinigen. Am Ende müssen wir gegen solche Spitzenmannschaften auch einmal zwei Punkte einfahren“, ärgerte sich ein enttäuschter Grün-Weiß-Trainer Tilo Labs nach einer umkämpften Partie. Wieder haben seine Damen gut gespielt und alles gegeben, aber am Schluss keine zählbaren Ergebnisse vorweisen können. Grün-Weiß unterlag dem neuen Spitzenreiter TSV Nord Harrislee mit 26:27.

Dabei hatte alles sehr gut begonnen, denn die Gastgeberinnen legten los wie die Feuerwehr. Ehe sich Harrislee so richtig im Spiel wiederfand, lag Schwerin schon mit 8:2 in Front. „Da hat meine Mannschaft richtig gut gespielt, schnell die Bälle erobert und vorn sicher verwandelt. Dass das nicht bis zum Ende gehen konnte, war mir schon klar“, resümierte Labs und ergänzte: „Solche kurzen Einbrüche passieren auch Spitzenklubs in der ersten Bundesliga.“ So holte der Gast Tor um Tor auf und war beim 9:9 wieder dran (18.). Anschließend spielten beide Teams auf Augenhöhe, beide machten einige technische Fehler zu viel, trotzdem war es ein unterhaltsames Spiel, auch weil beide Fangemeinden ordentlich Stimmung machten. Beim 11:10 ging Harrislee erstmals in Führung, die bis zur Halbzeit Bestand haben sollte (15:14).

Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Angetrieben von Christin Wolter und Kim Dehling blieben die Schwerinerinnen immer dran und machten es den favorisierten „Nordfrauen“ schwer. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, vor allem Torfrau Andrea Klasen hielt Grün-Weiß in dieser Phase im Spiel. Schnelle Konter von Nina Fischer ließen den Vorsprung nicht größer werden – ein Spiel auf Messers Schneide. Erst als sich Harrislee nach 48 Minuten auf vier Tore (24:20) absetzte, schien eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein – dachte man.

Trainer Labs nahm eine Auszeit, stellte etwas um und seine Mannschaft schaffte es tatsächlich, den Abstand nicht nur zu verkürzen, sondern auch noch auszugleichen. Wolters Doppelpack brachte das 25:25, da waren noch vier Minuten zu spielen. Anschließend warf Dehling Schwerin sogar in Führung (26:25), aber es sollte am Ende nicht reichen. In der 60. Minute erzielten die Gäste den entscheidende Treffer zum 27:26 und verteidigten diese knappe Führung bis zur Schlusssirene.

„Ich glaube, mit einem Unentschieden hätten beide Teams leben können“, sagte Schwerins Co-Trainer Menc Exner und trauerte dabei dem einen möglichen Punkt ebenfalls etwas nach.


SV Grün-Weiß Schwerin: Klasen – Schmidtke 1, Laas 3, Dehling 6/3, Slomka 2, Nawrot, Schult 2, Lück, Fischer 4, Wolter 7/2, Pötzsch, Veit 1 Klingenberg.

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