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Schweriner bei der Ruder-EM : Go, Hannes, go – für Rio!

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutschland-Achter mit Schweriner Schlagmann Ocik morgen bei der EM vor erster Bewährungsprobe im Olympiajahr

„Hannes, go!“, möchte man Schlagmann Hannes Ocik vor der ersten Bewährungsprobe des neu zusammengestellten Deutschland-Achters bei den Ruder-Europameisterschaften in Brandenburg/Havel zurufen. 800 Aktive aus 35 Nationen haben für den ersten vorolympischen Test auf dem Beetzsee gemeldet.

„Unser Ziel ist die Verteidigung des EM-Titels aus dem Vorjahr“, gibt der Landeshauptstädter klipp und klar zu Protokoll. Wohl wissend, dass Weltmeister Großbritannien der große Favorit sein wird. „Traditionell bringen auch die Niederländer im Olympiajahr ein starkes Boot aufs Wasser. Auch die Russen werden nicht ohne sein“, weiß der Recke von der Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75.

Auch Achter-Chef Ralf Holtmeyer sieht eher ein deutsch-britisches Duell: „Beide Nationen bestimmen seit Jahren das Niveau. Wir wurden 2012 in London Olympiasieger, die Männer von der Insel danach dreimal Weltmeister. Viele Rennen waren knapp, zuletzt bei der WM unterlagen wir nur um 18 Hundertstel. Wir haben im Winter viel trainiert – mehr geht nicht. Die Leistungsvoraussetzungen für das Umdrehen des Spießes sind gegeben.“

Ohne Wenn und Aber will das Team um Hannes Ocik trotz einer relativ kurzen Vorbereitungszeit – die Zusammensetzung des neuen Flaggschiffes wurde erst in der vergangenen Woche öffentlich gemacht – Vollgas geben. Am Sonntag um 14.33 Uhr wird sich im Finale entscheiden, wer auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die erste Duftmarke setzen konnte. Dort treffen mit Deutschland und Großbritannien schon einmal die beiden Boote aufeinander, die sich gestern mit souveränen Vorlaufsiegen durchsetzten.

Mit den Rostockern Marie-Louise Dräger und Stephan Krüger sind zwei weitere Nordlichter auf dem Beetzsee am Start. Krüger ist im Doppelzweier mit dem Magdeburger Marcel Hacker Titelverteidiger. Das Duo dürfte es aber schwer haben, die Goldene gegen die kroatischen Weltmeister Martin und Valent Sinkovic zu verteidigen. Die Brüder halten mit 5:59,70 Minuten auch die Weltbestzeit.

Analog zu den Kroaten sind auch die Britinnen Charlotte Tylor/Katherine Capeland favorisiert. Wollen Dräger und die junge Brandenburgerin Ronja Fini Sturm Vorjahressilber wiederholen, müssen Dänemark und Polen auf Distanz gehalten werden.

Bernd-D. Herold

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erstellt am 06.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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