Fussball : Geschenke dankend angenommen

Machte auf der linken Außenbahn gut Betrieb: FCM-Youngster Jakob Ewert (r.). Cambs-Leezen, hier mit Hannes Häusler, hatte vor allem im ersten Durchgang alle Hände voll zu tun.
Machte auf der linken Außenbahn gut Betrieb: FCM-Youngster Jakob Ewert (r.). Cambs-Leezen, hier mit Hannes Häusler, hatte vor allem im ersten Durchgang alle Hände voll zu tun.

Landespokal: FC Mecklenburg Schwerin gewinnt souverän mit 3:0 bei der Spielvereinigung Cambs-Leezen und zieht in Runde drei ein

svz.de von
09. September 2018, 23:00 Uhr

Ein guter Gastgeber lässt am Ende des Tages seine Gäste glücklich und zufrieden von dannen ziehen. Die Spielvereinigung Cambs-Leezen zeigte sich am Sonnabend in der zweiten Runde des Fußball-Landespokals als außerordentlich guter Gastgeber, verteilte sie doch für den FC Mecklenburg Schwerin gleich zwei schöne Geschenke, die der FCM dankend annahm und so in der Folge keinen Zweifel mehr am Sieger dieses Spiels aufkommen ließ. Am Ende gewann der Verbandsligist mit 3:0.

Das erste Präsent für den FCM gab es dabei bereits nach wenigen Sekunden, als Cambs-Leezens Kay Redlin ohne Not eine Rückgabe zu Torwart Tim Linstädt genau in die Füße von FCM-Stürmer Felix Michalski schob. Der ließ sich allein vor Linstädt nicht zweimal bitten und erzielte die frühe Führung für die Gäste. Im Anschluss hatten die Hausherren Probleme, die druckvoll spielenden Schweriner vom eigenen Kasten fernzuhalten. Es war noch keine Viertelstunde gespielt, da lag der Ball gleich drei weitere Male im Leezener Tor, allerdings war auch jedes Mal die Fahne des Assistenten oben (14.). Sechs Minuten später verschenkte der Landesligist dann die nächste Eins-gegen-Eins-Situation für Michalski, der den Ball zum 2:0 an Linstädt vorbei ins Tor schob (20.). Schwerin hätte zur Pause noch höher Führung können, doch Paul Puppe verpasste eine Hereingabe nur knapp und Jakob Ewert traf nach einem schönen Konter nur den Außenpfosten. Von den Gastgebern war offensiv nicht viel zu sehen, verloren sie in der Vorwärtsbewegung doch oftmals zu hektisch den Ball.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen zu ängstlich gespielt. Die ersten beiden Gegentore legen wir uns durch individuelle Fehler selber rein. Ich denke aber, dass wir das ansonsten gut gemacht haben und gut gegen den Ball verschoben haben. Dass der FC Mecklenburg nunmal eine Klasse besser ist, das war auch zu sehen“, resümierte Cambs-Leezens Innenverteidiger Steve Svenßon nach Spielschluss.

In der zweiten Hälfte stand Cambs-Leezen dann besser, verteidigte energischer und ließ Schwerin nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Geschenke verteilte der Gastgeber auch nicht mehr, das übernahm dann eher der Unparteiische. Der Pfiff ein vermeintliches Foul im Strafraum an Keke Orth durch David Hagemeister (48.). Als guter Gast weiß man beim FCM aber auch, wann es mit den ganzen Gefälligkeiten genug ist. Felix Michalski verwandelte den Strafstoß nicht, obwohl er platziert geschossen war. Tim Linstädt ahnte die Ecke aber und parierte.

Den Schlusspunkt unter der schwächeren zweiten Hälfte, in der Cambs-Leezen zumindest versuchte auch eigene Akzente nach vorn zu setzen, setzte etwa 20 Minuten vor Schluss Jannik Zotke, der einen Konter des FCM kraftvoll zum 3:0-Endstand abschloss. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir weiter gekommen sind und ich finde, dass wir gegenüber dem Grimmen-Spiel einen Fortschritt gemacht haben. Ich find’s aber schade, wenn unser Spiel durch Nickligkeiten ständig unterbrochen wird. Dann ist es schwer, Fußball zu spielen, so wie wir das wollen“, fasste FCM-Coach Stefan Lau kurz und knapp zusammen.

Für beide Mannschaften geht es am Wochenende wieder in der Liga weiter, zuvor schaut man beim FCM aber noch auf die heutige Auslosung der dritten Pokalrunde – ein letztes Geschenk, also ein dankbarer Gegner, wäre ja vielleicht nach dem vergangenen Wochenende noch drin.


SpVgg Cambs-Leezen: Linstädt – De. Hagemeister, Svenßon, Jürgens, Da. Hagemeister, Janiska (82. Häusler), Thamm, Redlin (74. Leppin), Packheiser (88. Voigt), Wrobel, Möller.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Schulte, Popov, Laumann, Zotke, Bohmann, Hollnagel (46. Kanter), Orth (67. Henschke), Ewert, Puppe, Michalski (71. Reuter).

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