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12. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Judo : Fünf Tickets zur „Deutschen“ gelöst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Judoka vom 1. Schweriner JC und vom PSV Schwerin überzeugen teilweise bei den nordostdeutschen Meisterschaften

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 08:10 Uhr

Drei erwartete Medaillen, drei knapp verpasste Qualifikationen und zwei faustdicke Überraschungen. So die kurze Bilanz der Nachwuchs-Judoka des 1. Schweriner JC und des PSV Schwerin bei den diesjährigen nordostdeutschen Meisterschaften der U18 und U21. Insgesamt fünf Sportler aus der Landeshauptstadt haben sich für die nationalen Titelkämpfe ihrer Altersklasse qualifiziert – drei in der U18 und zwei in der U21.

Mit Emilie Koop (-40 kg) hat der PSV Schwerin in der U18 zumindest einen Nordost-Titel in diesem Jahr nach Schwerin geholt. Sie musste nur einmal ran, bezwang ihre Gegnerin im Finale aber souverän. Schwieriger hatte es da schon Timo Acktun im 60-Kilo-Limit. Er unterlag gleich in seiner ersten Begegnung einem Berliner, kämpfte sich dann aber mit drei Siegen in der Trostrunde bis auf Platz drei vor. Die Qualifikation zur „Deutschen“ hat der letztjährige DM-Bronzemedaillengewinner damit geschafft. Seinem jüngeren Bruder Mattes ist dies überraschend in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm ebenfalls geglückt. Auch er erkämpfte sich mit einer Niederlage und drei Siegen Bronze. „Mattes ist schon ein Phänomen“, so das kurze Fazit von PSV-Trainer Uwe Juch zu seinem Schützling. Knapp an einer Qualifikation vorbeigeschrammt sind mit Jördis Schreiber (-57 kg, 1. SJC) und Max Marquardt (-73 kg, PSV) gleich zwei U18-Kämpfer aus der Landeshauptstadt. „Jördis hätte durchaus ihren Kampf um Platz drei gewinnen können. Da war auch ein bisschen Pech im Spiel“, ärgerte sich SJC-Coach Peter Schneider über die verpasste Medaille. In die gleiche Richtung geht auch das Fazit von Uwe Juch über Max Marquardt: „Er war im Kampf um Platz drei im Kopf nicht frei genug. Da hat die Lockerheit gefehlt. Das Potenzial für eine Medaille war definitiv da“. SJC-Talent Lennard Repper wurde im stark besetzten 66-Kilo-Limit Siebter, hat aber nächstes Jahr noch die Chance, sich in der U18 für die Titelkämpfe zu qualifizieren.

Die wohl größte Überraschung an diesem Wochenende aus Schweriner Sicht ist Till Gronke (1. SJC, -81 kg) in der U21 geglückt. Seit diesem Jahr in dieser Altersklasse kämpfend landete Till nach drei gewonnen Begegnungen und nur einer Niederlage im Halbfinale auf dem dritten Platz. „Das kam völlig unerwartet, ist aber natürlich super für Till. Er hat einfach seinen Kampfstil durchgezogen, das nötige Glück auf seiner gehabt und sich mit Bronze belohnt“, war Peter Schneider auch noch zwei Tage später vom Sportgymnasiast begeistert. Die zweite Medaille bei den nordostdeutschen Meisterschaften der U21 holte Arne Klimt (-66 kg) vom PSV Schwerin. Auch er kämpfte sich bis ins Halbfinale vor, unterlag dort aber „unnötig“ wie sein Trainer fand. „Da war Arne auch nicht locker genug. Im Kampf um Platz drei hat er ebenfalls seine Linie kurz verloren. Da musste ich richtig laut werden und dann ging es wieder“, fasste Trainer Juch den Wettkampf des 18-Jährigen kurz zusammen.

Eine Medaille verdient gehabt, hätte auch Elisa Schreiber (-57 kg, PSV). Auch sie kämpfte sich bis ins Halbfinale vor, unterlag dort und zog dann im Kampf um Platz drei nach einer Fehlentscheidung den Kürzeren. Die U18-Sportler Timo Acktun (-60 kg) und Max Marquardt (-73 kg) holten eine Altersklasse höher jeweils siebte Plätze. „Im großen und ganzen bin ich zufrieden. Natürlich erhofft man sich als Trainer immer ein bisschen mehr. Die, die sich nicht qualifiziert haben, werden aber noch auf genug Bundessichtungsturnieren die Möglichkeit haben, sich zu beweisen“, blickt PSV-Coach Juch schon auf die kommenden Monate. Der Fokus liegt zumindest für einige aber erst einmal auf den nationalen Titelkämpfen. Die U18er sind am 27. und 28. Februar in Herne gefragt, eine Woche später haben Arne Klimt und Till Gronke ihre Meisterschaften in Frankfurt/Oder. „Wir sind gespannt, was bei den Deutschen für Till herausspringt“, so SJC-Trainer Peter Schneider abschließend.

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