Fussball : FCM dreht Rückstand

Im zweiten Durchgang hatte Paul Roger Henschke (M.) die Chance auf das 3:1, wurde aber regelwidrig gestoppt.
Im zweiten Durchgang hatte Paul Roger Henschke (M.) die Chance auf das 3:1, wurde aber regelwidrig gestoppt.

Verbandsliga: Tino Witkowski und Lucas Hube treffen beim 2:1-Sieg gegen Kühlungsborn für Schwerin

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16. September 2018, 23:09 Uhr

Am vergangenen Freitagabend bat der FC Mecklenburg Schwerin seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder zu einem Flutlichtspiel in den Sportpark Lankow. Zu Gast am vierten Verbandsliga-Spieltag war der FSV Kühlungsborn, den die Hausherren am Ende mit 2:1 bezwangen und so ihren dritten Saisonsieg feierten – auch weil FCM-Trainer Stefan Lau ein wenig bei der Aufstellung in die Trickkiste griff.

So agierte Janik Zotke nicht wie gewohnt als Außenverteidiger, sondern als zentraler defensiver Mittelfeldspieler vor der Viererkette. Dieser Schachzug sollte sich in der 13. Minute bezahlt machen, zuvor geriet der FC Mecklenburg in einer temporeichen Anfangsphase aber in Rückstand. Einen Kühlungsborner Eckball klärte Schwerin nicht konsequent genug, sodass Claser Rodrigues überhaupt keine Mühe hatte, den Ball per Kopf zum 0:1 im Tor unterzubringen (11.).

Während die FCM-Bank und ein Großteil der 460 Zuschauer auf der Tribüne noch mit dem Gegentreffer haderten, erwies sich der „Zotke-Schachzug“ als goldrichtig. Der eroberte kurz nach Wiederanpfiff den Ball und spielte diesen zu Edin Bahtic. Nach einer Körperdrehung sah der Österreicher den völlig freistehenden Tino Witkowski. Schwerins Kapitän fasste sich ein Herz und zog aus 22 Metern einfach mal ab. So lange wie der Ball unterwegs war, so plötzlich sank er aber auch wie ein Stein ins Tor zum 1:1-Ausgleich (13.).

So ging die Partie nach knapp einer Viertelstunde von vorn los, dieses Mal allerdings mit weniger Tempo. Die Hausherren nahmen das Spiel an sich, Kühlungsborn ließ aber kaum etwas zu – bis zur 38. Minute. FSV-Spieler Tom Wilke wollte zum eigenen Torhüter zurückspielen, doch Lucas Hube fing den zu lasch geschossenen Pass ab und schob ins kurze Eck zur 2:1-Führung ein.

In einer ebenfalls unterhaltsamen zweiten Hälfte hätten die Schweriner nach gut einer Stunde fast den Ausgleich kassiert, Routinier Niels Laumann rettete allerdings in letzter Not mit dem Kopf. Fünf Minuten später hätte Paul Roger Henschke für die Vorentscheidung sorgen können, kam aber nicht zum Abschluss, weil er gefoult wurde. „Ich war durch und hatte mir schon den Torhüter ausgeschaut und mich eigentlich auch schon über das Tor gefreut. Dann kam von hinten die Berührung und ich wurde zu Fall gebracht“ schilderte der 21-jährige Angreifer die Situation, die am Ende zur Roten Karte für FSV-Kapitän Robert Franke führte, zog der doch die Notbremse.

Mit einem Mann weniger stemmten sich die Gäste gegen die drohende Niederlage und auch gegen das dritte FCM-Tor. Zwar gab es noch einige Hochkaräter durch die eingewechselten Keke Orth (80.) und Jakob Ewert (89.), aber ein weiteres Tor sollte nicht mehr fallen.

Der 2:1-Sieg vor der tollen Kulisse machte bei den Schwerinern nach Spielschluss Lust auf mehr. In zwei Wochen empfängt der FCM wieder an einem Freitagabend an Ort und Stelle den SV Hanse Neubrandenburg. Zuvor geht es aber am Sonnabend noch zum Auswärtsspiel nach Ueckermünde. Vielleicht greift Schwerins Trainer Lau dann wieder in die Trickkiste, um auch den Tabellendritten zu überraschen.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher - Schulte, Laumann, Popov, Studier - Zotke (60. Bohmann), Hollnagel - Bahtic, Witkowski, Hube (87. Ewert) – Henschke (73. Orth).

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