FC Mecklenburg : FCM braucht jetzt ein Wunder

Das sechste Saisontor von Karim Barka Hemgard (l.) reichte dem FC Mecklenburg Schwerin nicht für einen Punktgewinn. Der FCM unterlag dem Brandenburger SC mit 1:2.
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Das sechste Saisontor von Karim Barka Hemgard (l.) reichte dem FC Mecklenburg Schwerin nicht für einen Punktgewinn. Der FCM unterlag dem Brandenburger SC mit 1:2.

Oberliga: Schwerin verliert gegen den Brandenburger SC Süd mit 1:2 und kann den Klassenerhalt nur noch theoretisch schaffen

svz.de von
14. Mai 2018, 16:47 Uhr

Am Sonnabend landete Michael Schulte für Deutschland beim mittlerweile 63. Eurovision Song Contest auf dem vierten Platz. Einen Rang besser Schnitt vor 48 Jahren Katja Ebstein ab. Sie wurde 1970 mit dem Lied „Wunder gibt es immer wieder“ Dritte. Und genau so ein Wunder braucht jetzt wohl auch der FC Mecklenburg Schwerin im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt, denn auch gegen den Brandenburger SC Süd gab es nach einem 1:2 keine Punkte.

Dabei hatten sich die Schweriner am Mittwochabend mit einem 4:0-Sieg und dem Einzug ins Landespokalfinale eine gehörige Portion Selbstvertrauen geholt. Das zeigten die FCM-Jungs auch von Beginn an, nutzten ihre Chancen aber nicht. Die beste Gelegenheit auf den Führungstreffer im Sportpark Lankow hatte Evgeni Pataman, doch dessen Schuss ging Millimeter am Tor vorbei.

So waren es die Gäste, die nahezu aus dem Nichts eine Unachtsamkeit des FCM ausnutzten und das 1:0 erzielten. Aus gut 20 Metern senkte sich der Schuss Bokake-Befonga wie ein Stein ins FCM-Tor. Im Anschluss investierten die Hausherren wieder viel, belohnten sich aber nicht – bis zur 42. Minute. Nach einem schön vorgetragenen Angriff war es wieder einmal Karim Barka Hemgard, der zum 1:1-Ausgleich einnetzte. Für den Schweden, der in der Winterpause kam, war es bereits der sechste Saisontreffer.

Auch nach dem Seitenwechsel erspielte sich der FC Mecklenburg gute Möglichkeiten, nutzte diese aber wieder nicht. So scheiterten Barka Hemgard, Pataman und auch Kapitän Christopher Kaminski jeweils nur knapp. Das Spiel blieb lange offen, in der Schlussphase agierten beide Teams quasi ohne Mittelfeld. Den sogenannten „Lucky Punch“ landeten am Ende die Gäste aus Brandenburg. In der 90. Minute bestrafte der BSC die mangelnde Chancenverwertung des FC Mecklenburg und traf zum 2:1-Endstand.

Dabei hatten die Schweriner am Ende auch Glück, dass die Konkurrenten Charlottenburg und Malchow ebenfalls nicht punkteten. Ein kleines Fußballwunder brauchen die Landeshauptstädter bei sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer und nur noch vier Spielen dennoch. Katja Ebsteins Schlager-Klassiker dürfte demnächst in Dauerschleife beim Training und vor den Spielen laufen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – auch beim FC Mecklenburg.

Allerdings wird es ab dem nächsten Wochenende richtig „happig“. Am 19. Mai steht zunächst ein Auswärtsspiel beim Liga-Dritten SV Lichtenberg auf dem Programm. Zwei Tage später steht der FCM im Landespokalfinale dem FC Hansa Rostock gegenüber, nur um dann am Donnerstag (24. Mai) das nächste Liga-Spiel bei Anker Wismar zu bestreiten. Die Woche endet abschließend am Sonntag (27. Mai) mit einem Heimspiel gegen Spitzenreiter Rathenow.

Max Böttcher/habi

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Maas (67. Sato), Harada, Gorkow, Gilnics – Henschke (64. Orth), Zotke (83. Michalski), Kaminski, Barka Hemgard - Witkowski, Pataman.




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