Faustball : Fahrkarte zur Deutschen gelöst

Die ESV-Mannschaft zusammen mit den mitgereisten Fans
Die ESV-Mannschaft zusammen mit den mitgereisten Fans

U18-Faustballdamen des ESV Schwerin werden bei ostdeutschen Meisterschaften Zweite und fahren zu den nationalen Titelkämpfen

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06. März 2019, 23:16 Uhr

Die U18-Faustballerinnen des ESV Schwerin haben sich mit einem beherzten Auftritt bei den ostdeutschen Meisterschaften in Kellinghusen den Vize-Titel erspielt und damit auch das Ticket zu den deutschen Meisterschaften gelöst. Der Weg dorthin war jedoch alles andere als einfach, denn auch die Mannschaften aus Güstrow, Kellinghusen, Berlin und Breitenberg wollten nach ganz oben auf das Treppchen.

Gleich im ersten Spiel wartete der Landesrivale aus Güstrow. Die Schweriner Mädchen starteten wie die Feuerwehr, ehe Güstrow sich versah, gingen die Landeshauptstädter schon als Sieger mit 2:0 Sätzen vom Platz. Im zweiten Spiel des Tages wartete die Berliner Turnerschaft. Eine völlig unbekannte Mannschaft für die Schweriner Mädchen, so dass sich beide Mannschaften zu Beginn des ersten Satzes erst einmal abtasteten und sich bis zum Ende niemand absetzte. Durch druckvolle Angriffe von Pia-Marie Boldt gewannen die Schwerinerinnen dann glücklich mit 11:9. Im zweiten Satz stellten sich die ESV-Mädels besser auf Berlin ein und gingen mit einem souveränen 11:6 vom Platz. Mit diesen zwei Siegen war das Minimalziel bereits erreicht, die Spielerinnen signalisierten allerdings, dass an diesem Tag noch mehr drin war.

Im vorletzten Spiel des Tages wartete die Mannschaft aus Kellinghusen. In der abgelaufenen Saison unterlag man stets deutlich, dieses Mal legte Schwerin aber furios los und führte schnell mit 8:5. Die ESV-Mädels schafften es aber nicht, dieses Niveau bis zum Ende zu halten – der Satz ging noch verloren. Im zweiten Durchgang machte sich die Einwechslung von Nele Renk bemerkbar, denn dieser Satz gegen den scheinbar übermächtigen Gegner ging mit 11:7 an Schwerin. Der dritte Satz musste also die Entscheidung bringen. Dieses Mal gelang es den Schwerinerinnen nicht mehr, die Angriffe beim Gegner durchzubringen. Der Satz und somit auch das Spiel ging an Kellinghusen.

So entschied am Ende die letzte Partie zwischen dem TSV Breitenberg und dem ESV Schwerin, wer sich den Vize-Titel holen würde. Dem Sieger winkte die Qualifikation zu den nationalen Titelkämpfen. Die Nervosität war zu spüren, es schlichen sich auf beiden Seiten unnötige Fehler ein. Nach dem 5:5 platzte dann bei Schwerin der Knoten. Ob in der Abwehr um Mannschaftskapitän Janne Thomsen, im Zuspiel oder im Angriff, alles klappte und so war es nicht verwunderlich, dass mit sechs Punkten in Folge der Satz 11:5 gewonnen wurde. Der zweite Satz startete so wie der erste aufgehört hat. Schnell setzten sich die Schweriner Faustballerinnen mit 5:1 ab und gaben diesen Vorsprung auch bis zum Ende beim 11:6-Satz- und Spielgewinn nicht mehr ab.

Die Freude kannte keine Grenzen, haben sich doch alle Landeshauptstädterinnen erstmals in dieser Altersklasse für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Die findet am letzte Märzwochenende in Pfungstadt statt.


ESV Schwerin: Janne Thomsen, Kim Jokisch, Anika Fritz, Sarah Awwad, Pia- Marie Boldt, Nele Renk und Jamie Lee Friemann.



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