zur Navigation springen
Lokaler Sport Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 17:47 Uhr

Judo : „Es war einfach nicht mehr drin“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kampfgemeinschaft-MV wird beim letzten Regionalliga-Kampftag Letzter, sichert sich aber dennoch die Vize-Meisterschaft

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 23:34 Uhr

Den letzten Kampftag in der Judo-Regionalliga beim BV Lauchhammer und den damit verbundenen Abschluss in der dritthöchsten deutschen Judo-Liga haben sich die Sportler der Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns mit Sicherheit anders vorgestellt. Allerdings war, gebeutelt von zahlreichen Absagen, vor allem in den oberen Gewichtsklassen, am Ende wohl nicht mehr drin als Platz sechs. Dass es in der Abschlusstabelle dennoch zur Vize-Meisterschaft gereicht hat, ist den beiden guten ersten Kampftagen zu verdanken, an denen die KGJMV die Matte immer als Sieger verließ.

Dabei verlief der Start in der Vorrunde nach Plan. Gegen den PSV Berlin gewann das Judoteam-MV knapp mit 4:3. Allerdings ging die anschließende Derby-Begegnung gegen den KSV Grimmen deutlich mit 6:1 an die Vorpommern. Da diese zuvor gegen den PSV Berlin mit 3:4 verloren hatten, reichte es für die KGJMV durch das schlechteste Kampfverhältnis nur zu Platz drei in der Gruppe. Auch im Kampf um Platz fünf gegen das Liga Team Berlin gab es an diesem Tag beim deutlichen 1:6 für die Mecklenburger nichts zu holen. „Manchmal fehlt es einfach ein wenig an der Cleverness. Gerade die junge Garde will im Kampf technisch glänzen, anstatt einfach mal eine knappe Führung über die Zeit zu bringen“, analysierte Trainer Gunar Riegner. „Am Ende muss auch sagen, dass ohne Schwergewichte für uns einfach nicht mehr drin gewesen ist“, ergänzte Mannschaftskapitän Sebastian Harnack.

Da sich der BV Lauchhammer den ersten Platz am dritten Kampftag sicherte, schoben sich die Lausitzer in der Endabrechnung noch vor die KGJMV und feierten ihrerseits den Titelgewinn. Nachdem die Enttäuschung über die verpasste Meisterschaft bei der Kampfgemeinschaft gewichen war, herrschte am Ende dann doch Zufriedenheit über die Vize-Meisterschaft, immerhin die beste Platzierung der Vereinsgeschichte.

Mit einer Vielzahl der Regionalliga-Teams wird sich die KGJMV im kommenden Jahr auch in der zweiten Bundesliga messen. In der Nordost-Staffel der Liga zwei gesellen sich dann noch Mannschaften aus Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein dazu. Auf diese Mammutaufgabe freuen sie sich schon in Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem aber sind sie sich bei der KGJMV einig, dass so eine Absagenflut wie am vergangenen Wochenende bei einem Engagement in der 2. Bundesliga nicht möglich ist, denn dann wäre das Abenteuer Liga zwei schnell wieder vorbei.


KGJMV: Schrainer (-60 kg), M. Acktun, T. Acktun, Floreck, J. Franck (-66 kg), Klimt, Unterrainer, H. Franck, Kowalewski (-73 kg), Marquardt, Kessler, Harnack (-81 kg), P. Schneider (-90 kg).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen