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Lokaler Sport Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 17:38 Uhr

Handball : Endlich auswärts gepunktet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Handball Ostsee-Spree-Oberliga: HC Angermünde – Grün-Weiß Schwerin 25:26 (12:12)

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 23:42 Uhr

Und sie können auswärts doch noch gewinnen. Die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin feierten am Sonnabend nach einem 26:25 beim HC Angermünde in der Oberliga-Ostsee-Spree den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison.

Oft scheiterte Schwerin auswärts an den eigenen Fehlern oder der eigenen Moral. Manchmal auch an fehlender Backe oder Verletzungen. Auch diesmal stand die Partie im brandenburgischen Angermünde unter keinem guten Stern, denn gleich drei etatmäßige Rückraumspielerinnen fehlten krankheitsbedingt. Und so begannen Lück, Laas und Co. die Partie, äußerst nervös, ließen sich von den Gegnerinnen einfach ausspielen und setzten vorne kaum Akzente. Folgerichtig lag Schwerin bereits mit 1:5 im Hintertreffen. Erst nach 13 Minuten nahmen die Gäste den Kampf an, allen voran Christin Wolter und Steffi Laas. Nach einer Viertelstunde war Grün-Weiß beim 6:7 wieder „dran“, jedoch ließ sich Angermünde nicht beirren und zog wieder auf 8:11 davon. Nachdem sich Laura Wichmann noch verletzte, stellte sich das grün-weiße Team im Anschluss von selbst auf, da auch Eleni Evangelidou einen gebrauchten Tag erwischte. Trainer Andreas Sarakewitz spielte nun zwangsweise mit Janne Petereit, Marie Nawrot und Steffi Laas, also mit drei etatmäßigen Kreisläuferinnen, von denen die beiden letzteren im Wechsel auf den Rückraumpositionen agierten. Eine Herausforderung, die die Spielerinnen in zunehmendem Maße annahmen. Tor um Tor verkürzten sie den Abstand und zur Halbzeit stand ein 12:12 auf der Anzeigetafel.

Direkt nach Wiederanpfiff hatten die Schwerinerinnen ihre beste Phase. Christin Wolter traf praktisch nach Belieben, egal ob aus dem Rückraum oder vom Punkt – sie versenkte die Kugel neunmal in den zweiten 30 Minuten. Dazu machte endlich auch Alicia Panzer über links Druck und stellte ihre Gegenspielerin vor massive Probleme, sodass die Landeshauptstädterinnen mit 19:16 in Führung gingen. Gereicht hat das aber noch lange nicht. Angermünde nutzte die nun folgenden Fehler gnadenlos aus und übernahm beim 21:20 wieder die Führung. Beim 20:23 aus Schweriner Sicht musste Trainer Sarakewitz die Reißleine ziehen. Grüne Karte – Auszeit. „Ruhig spielen, in der Deckung kämpfen, keine Ballverluste“, so lautete die Devise für den Schlussspurt.

Torfrau Andrea Klasen, die ein gute Partie bot, nahm das zunächst persönlich, hielt einen Strafwurf und leitete sofort einen erfolgreichen Gegenangriff zum 21:23 ein. Drei Minuten vor Ende des Spiels ging Schwerin dann wieder mit 24:23 in Front, in den folgenden Minuten trafen beide Teams jeweils noch zweimal (26:25). Grün-Weiß brachte das Spiel über die Zeit und freute sich anschließend riesig über zwei zwar erhoffte, aber mit dieser Mannschaftsaufstellung so nicht zu erwartende Punkte.

„Nun hoffen wir nach dieser sehr guten kämpferischen Leistung, dass sich das Krankenlazarett bis zum Wochenende wieder etwas lichtet“, blickte am Ende ein glücklicher Andreas Sarakewitz bereits auf den nächsten Spieltag. Am Sonntag empfangen die Schwerinerinnen in der Kästnerhalle! um 16.30 Uhr den VfV Spandau.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Güdokeit; Laas 7, Wichmann 1, Petereit 2, Nawrot 1, Lück, Evangelidou, Wolter 14/5, Panzer 1.


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