Handball : Endlich auch zu Hause gewonnen

Lisa Slomka (M.) wurde am Sonntag gegen Jörl immer wieder hart angegangen. In der zweiten Hälfte konnte sie nicht mehr mitwirken, stand dann aber gestern beim 28:27-Sieg gegen den VfL Stade wieder auf der Platte.
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Lisa Slomka (M.) wurde am Sonntag gegen Jörl immer wieder hart angegangen. In der zweiten Hälfte konnte sie nicht mehr mitwirken, stand dann aber gestern beim 28:27-Sieg gegen den VfL Stade wieder auf der Platte.

3. Handball-Liga, Frauen: SV Grün-Weiß Schwerin – VfL Stade 28:27 (10:14)

svz.de von
31. Oktober 2017, 23:26 Uhr

Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt. Die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin haben nach dem Wiederaufstieg in die dritte Liga ihren ersten Heimsieg gefeiert und mit 28:27 gegen den VfL Stade gewonnen.

Dabei mussten die Schwerinerinnen, anders als Gegner Stade, bereits am Sonntag 60 Minuten auf der heimischen Platte in der Halle an der Reiferbahn absolvieren. Die 25:31-Niederlage gegen die HSG Jörl Doppeleich Viöl schien das Team von Trainer Tilo Labs dabei zunächst nicht gut weggesteckt zu haben.

Was heißt zunächst? Satte 46 Minuten lang präsentierten die Grün-Weißen ihren Fans gegen den VfL Stade die wohl schlechteste Saisonleistung. Beim Stand von 17:24 (46.) hätte wohl kaum jemand, der ist mit den Schwerinerinnen hielt, noch an einen Sieg geglaubt. Und doch bewiesen die Landeshauptstädterinnen gegen bis dahin gut agierende Gäste Moral und drehten die Partie am Ende zu ihren Gunsten.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir kommen immer sehr schwer in die Gänge, bis wir so den wahren Kampf annehmen. Vielleicht liegt das an unserer jungen Mannschaft“, sagte Schwerins Kreisläuferin Steffi Laas nach dem Spiel und suchte schon ein wenig nach einer Erklärung, warum so wenig bei Grün-Weiß ging.

Schon zur Halbzeit sah sich Schwerin mit 10:14 im Hintertreffen. Fehlwürfe, Abspielfehler und wenig Zugriff in der Deckung ließen Stade leicht davonziehen. Symptomatisch für diese Partie war dann beispielsweise auch die 41. Minute: In Überzahl agierend passierte ein leichtsinniger Abspielfehler, den Stade per Tempogegenstoß zum 20:15 nutzte.

„Wir hatten dann nix mehr zu verlieren und plötzlich ging auf einmal alles“, sprach Steffi Laas die 46. Minute und die Schlussphase an. Tor um Tor holte Schwerin auf, stellte erst den Anschluss her (23:24, 54.) und ging dann auch in Führung (25:24, 56.). Eine Minute vor Schluss verwandelte Kim Dehling ihren mittlerweile vierten Siebenmeter zur 28:25-Vorentscheidung.

„Das Spiel wird uns bestimmt noch ein wenig begleiten, aber zwei Punkte sind zwei Punkte“, befand Laas abschließend und freute sich mit ihren Teamkolleginnen über den erste Heimsieg der Saison. Und mit diesen zwei weiteren Punkten und nun 6:8 Zählern können auch die Verantwortlichen des SV Grün-Weiß durchaus gut leben.

Am Sonntag müssen sich allerdings alle Schwerinerinnen gehörig steigern, soll auch bei der HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen etwas Zählbares rausspringen.


Grün-Weiß Schwerin gegen HSG Jörl DE Viöl: Klasen, Huysmann – Schmidtke 2, Laas 6, Dehling 2, Wichmann, Slomka 4, Nawrot, Lück, Fischer 3, Wolter 6/1, Veit 2, Klingenberg, Steffen.


Grün-Weiß Schwerin gegen VfL Stade: Klasen, Huysmann – Schmidtke 3, Laas 4, Dehling 6/4, Wichmann 1, Slomka 1, Nawrot, Schult 2, Lück, Fischer 6, Wolter 5/4, Veit, Klingenberg.

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