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Lokaler Sport Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 03:55 Uhr

Ehrenamt im Sportverein : Einer, der sich kümmert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehrenamtliche Helfer, egal in welcher Funktion, sind aus MVs Sportvereinen nicht wegzudenken. Steve Wienke ist einer von ihnen

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2017 | 16:00 Uhr

Keine Frage, ohne die nötigen Athleten, ob jung oder alt, geht bei Sportvereinen herzlich wenig. Sponsoren sind für das Überleben von Vereinen ebenfalls immens wichtig. Und doch gibt es in Sportclubs immer einen noch wichtigeren Bestandteil des Vereinslebens. Die Rede ist von den ehrenamtlich Tätigen, von denen, die sich kümmern, dass alles läuft – egal ob als Trainer, Betreuer, Vorstand oder auch „Mädchen für alles“.

Steve Wienke ist so einer, der sich in seiner Freizeit für einen Sportverein aufopfert. Einer, der sich kümmert. Er steht in diesem Fall stellvertretend für die etwa 30  000 Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, die sich in den fast 2 000 Sportvereinen ehrenamtlich engagieren.

Seit dieser Saison ist der Familienvater Trainer der C-Junioren des MSV Pampow. Dabei ist er fast schon in die Position „reingerutscht“. „Eigentlich sollte jemand anderes die Mannschaft trainieren“, sagt Wienke, der aber schon hier und da als Betreuer beim Pampower Nachwuchs fungiert hatte. Da der neue Trainer aber nicht auftauchte, sprang Wienke ein – und steht seitdem nicht nur am Wochenende am Spielfeldrand in der C-Jugend-Landesliga, sondern auch in der Woche auf dem Trainingsplatz.

Damit ist es aber nicht getan. „Das ganze Drumherum und die Organisation nimmt viel Zeit ins Anspruch. Wir haben es hier nicht mehr mit Kindern, sondern mit Jugendlichen zu tun“, erklärt Steve Wienke. Kleine Kinder, kleine Probleme, große Kinder, große Probleme? So schlimm ist es nicht, und doch soll ein Sportverein den Akteuren immer etwas fürs Leben mit auf den Weg geben – und das nimmt dann Zeit in Anspruch. So geht es nicht nur dem C-Jugend-Trainer des MSV Pampow, sondern unzähligen Ehrenamtlern in MV.

Trainer, Kummerkasten und vieles mehr. So hat es zum Beispiel Steve Wienke von Beginn an gestört, dass „seine “ Mannschaft zu Spielen nicht einheitlich auftraft. Klar, die Trikots, die waren vorhanden. Jedoch liefen die Sportler mit unterschiedlichen Trainingsjacken, T-Shirts und Pullis auf den Rasen zum Warmmachen. Zumindest bis jetzt, denn die C-Junioren haben dank der Sponsorensuche Wienkes nun neue Trainingsanzüge sowie Trainingsshirts bekommen. Regenjacken sollen in naher Zukunft noch folgen. „Jetzt können wir einheitlich auftreten. Das freut mich und dafür möchten wir uns im Namen der gesamten Mannschaft auch bei Rekord Holzmann, der Werbeagentur Krönlein und beim Dienstleistungsservice René Facklam bedanken“, so Trainer Wienke.

Und der Ehrenamtler hat sich selbst bei der Anzugsauswahl Gedanken gemacht. „Ich habe beim Verein natürlich nachgefragt, welche Kleidung die Männer tragen, damit auch das schön einheitlich ist und wir nicht irgendwas ordern“, erläutert der 44-Jährige.

Die investierte Arbeit zahlt die Mannschaft nicht nur mit Spaß am Fußball, sondern auch mit Leistung zurück. In der Landesliga rangiert der MSV nach acht Spielen auf dem 2. Platz, musste dabei nur eine Niederlage einstecken und verließ sechsmal den Rasen als Sieger. Auch wenn die MSV-Youngsters in der zweiten Pokalrunde gegen die U15 des FC Hansa Rostock beim 0:14 völlig chancenlos waren, so war doch dieses Spiel schon ein kleines Highlight in der Saison. Da lohnt es sich, die kostbare Freizeit für ein Ehrenamt aufzuopfern.

Trotz der großen Anzahl an Ehrenämtern scheint es aber noch nicht genug zu sein. „Wenn sich für unsere Mannschaft noch ein Co-Trainer finden würde, dann wäre das auch für mich eine große Hilfe“, hofft Wienke auf Unterstützung. Nicht nur ihm wird es so gehen, auch in anderen Vereinen sind engagierte Leute immer gern gesehen. Umso schöner, dass es schon zahlreiche Menschen wie Steve Wienke in den Sportvereinen von MV gibt.

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