Winstongolf Senior Open : Eine Besonderheit im Golfkalender

Viele Zuschauer begleiten die Golfer bei ihrer Runde auf dem attraktiven Winston-Links-Kurs mit seinen charakteristischen Dünen und Löchern.
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Viele Zuschauer begleiten die Golfer bei ihrer Runde auf dem attraktiven Winston-Links-Kurs mit seinen charakteristischen Dünen und Löchern.

Die Winstongolf Senior Open heben sich nicht nur durch den schönen, anspruchsvollen Kurs von anderen ab: Das Turnier führt Amateure und Profis zusammen

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05. Juni 2017, 05:00 Uhr

Der Links-Kurs auf der Anlage von Winstongolf in Vorbeck vor den Toren Schwerins zählt zu den herausragenden in Deutschland. Die besten Golfprofis der Altersklasse Ü50 messen sich dort am zweiten Juli-Wochenende von Freitag bis Sonntag bei den 6. Winstongolf Senior Open. Aber das ganz Besondere an diesem besonderen Turnier auf einem besonderen Kurs: Am Freitag und Sonnabend wird jeder der 60 Profis von einem Amateurspieler begleitet, der selber den Schläger schwingt und mitspielt.

„Wir sind froh, diese Pro-Am-Variante spielen zu dürfen“, betont Winstongolf-Chefin Jenny Elshout die Seltenheit dieses so genannten „Dunhill“-Formats. Es ist für viele Profis nicht ganz einfach, neben ihrem eigenen Spiel auch noch auf das der Freizeitspieler eingehen zu müssen. „Das geht nur bei sehr wenigen Turnieren gut. Aber bei uns gefällt das den Profis, und die Amateure nehmen dieses Angebot sehr gerne an. Wir sind für das Turnier in diesem Jahr jetzt schon ausgebucht.“ Die Freizeitsportler mit hohen sportlichen Ambitionen – für die Teilnahme benötigt man mindestens Handicap 18 – sind regelmäßig begeistert von ihren Runden mit den erfahrenen Berufsspielern und melden sich schon lange im Voraus von alleine an.

Das war natürlich nicht immer so. Bei den ersten Auflagen dieser Veranstaltungsreihe, die seit 2012 in Vorbeck gastiert und für die noch ein Vertrag über mindestens drei weitere Turniere besteht, waren zahlungskräftige Spieler – in diesem Jahr kostet das Arrangement mit zwei Spielrunden, Übernachtung, Players-Party und weiteren Vergünstigungen 1900 Euro – noch vergleichsweise rar.

Das galt seinerzeit auch für die freiwilligen Helfer, die beispielsweise während der Spielrunden die Tafeln mit den aktuellen Schlagzahlen tragen oder an den Grüns, in denen der Ball am Ende der Spielbahn eingelocht werden muss, für Ruhe und Ordnung sorgen. Inzwischen ist aber auch dieser Bereich bestens abgedeckt: „Die rund 180 Helfer, die wir benötigen, haben wir seit April zusammen“, freut sich Jenny Elshout. Die Tätigkeit ist dabei ehrenamtlich, als Dankeschön gibt es eine gemeinsame Golfrunde einige Wochen nach dem Turnier.

Dann sind die in Vorbeck startenden 60 Profis – darunter die bisherigen fünf Winstongolf-Sieger Terry Price (Aus/2012), Gordon Brand Jr. (Sco/2013), Paul Wesselingh (Eng/2014), Pedro Linhart (Esp/2015) und Andrew Oldcorn (Sco/2016) – schon längst wieder auf anderen Veranstaltungen unterwegs. Und bis dahin hat auch Stefanie Merchel vielleicht ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen: Sie ist 2017 erstmals Direktorin dieses großen Turniers. „Ich bin seit sieben Jahren bei Winston und war von Beginn an bei den Senior Open dabei. Ich weiß also, was mich erwartet“, blickt die junge Frau auf die zweite Juliwoche, in der sie lange Arbeitstage und wenig Ruhezeiten haben wird.

Denn ihre Hauptarbeit beginnt spätestens am Dienstag vor dem ersten offiziellen Abschlag, wenn die ersten Profis anreisen. Am Donnerstag gibt es den ersten Höhepunkt: ein Einladungsturnier, in dem 26 Professionals und 78 Amateure abschlagen. Freitag und Sonnabend gehen dann zeitgleich je zwei Profis und zwei Amateure auf die Runde, erst am Sonntag sind die Ü50-Berufsspieler unter sich und kämpfen um den Turniersieg. Insgesamt werden dabei 350 000 Euro ausgeschüttet, der Sieger erhält 51 693 Euro.

Und wer sich das Wochenende 14. bis 16. Juli jetzt schon im Kalender für die Freizeitgestaltung eintragen will, braucht dafür keine besonderen Kosten einzuplanen: Der Eintritt ist an allen Tagen des Wochenendes frei.

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