25. Schweriner Jedermannzehnkampf : Ein rundum würdiges Jubiläum

Die Riege der Wittenburger Gymnasiasten beim 100-Meter-Start – im blauen Dress: Sportlehrer Jens Voigt. Fotos: Dietmar Albrecht
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Die Riege der Wittenburger Gymnasiasten beim 100-Meter-Start – im blauen Dress: Sportlehrer Jens Voigt. Fotos: Dietmar Albrecht

Gut 200 „Könige der Athleten“ beim 25. Schweriner Jedermannzehnkampf. 13. Gesamtsieg und Stabhoch-Rekord für Matti Herrmann

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18. September 2017, 12:00 Uhr

Der Wettergott ist offenbar tief in seinem Innersten ein Leichtathlet. Ganze drei und vier Tage nach dem ersten Herbststurm des Jahres zauberte er mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen äußere Bedingungen her, die des Jubiläums des 25. Schweriner Jedermannzehnkampfes absolut würdig waren.

Des Jubiläums würdig war auch das Starterfeld. Gut 200 Mehrkampf-Enthusiasten ließen sich am Sonnabend und Sonntag nach ihrem Kampf mit den zehn Disziplinen 100 m, Weit, Kugel, Hoch und 400 m am ersten Tag sowie 110 m Hürden, Diskus, Stabhoch, Speer und 1500 m am zweiten Tag zu „Königen der Athleten“ krönen.

Zum „Kaiser“ avancierte erneut – und das zum nunmehr 13. Mal – Matti Herrmann. Obwohl der 34-Jährige von Vorwärts Frankenberg erkältungsbedingt nur mit angezogener Handbremse durch den Zehnkampf marschierte, freute er sich vor allem darüber, „dass ich im Stabhochsprung 4,30 m schaffte und damit nach fünf vergeblichen Anläufen Gerd Wessig endlich den hiesigen Ü30-Rekord abnehmen konnte“.

Am Start waren auch einige der aktuellen Top-Leichtathleten unserer Region. So absolvierte der deutsche U18-Meister im Hochsprung, Ole Krischan Grevsmühl von Medizin Schwerin, den kompletten ersten Tag (inclusive 2,00 m in seiner Paradedisziplin), musste am zweiten aber „berufsbedingt“ passen. „Als Techniker der Theatergruppe und des Tanztheaters des Goethe-Gymnasiums fahre ich mit zum Theatertreffen nach Berlin“, freute sich der 17-Jährige.

Beide Tage, aber nicht alle Disziplinen, nahm SSC-Kugelstoßer Eric Millrath inmitten einer Gruppe aktiver und ehemaliger Sportler in Angriff. „Das macht Spaß, auch wenn bei meinen 75 Sekunden über die absolut ungewohnten 400 Meter mein Oberschenkel mit einem Krampf drohte“, berichtete der Zwei-Meter-Recke.

Schon traditionell mit seinem Sportkurs vom Gymnasium Wittenburg hatte sich Sportlehrer Jens Voigt eingestellt. „Weil die Zeit seit dem Schuljahresbeginn vor zwei Wochen zu kurz gewesen wäre, hatten wir schon vor den Sommerferien mit der Vorbereitung begonnen“, erzählte der Pädagoge. Für das Wochenende hatte er mit seinen Jungs und Mädels übrigens einen Deal zu laufen: „Wenn ich in einer Disziplin besser bin als sie alle, dann müssen sie einen ausgeben – einen Kaffee oder so.“ Nun ja – vielleicht klappt‘s ja nächstes Jahr.

Ergebnisse

Männer: 1. Matti Herrmann (Frankenberg) 6622 Pkt.; 2. Christian Sieg (Rostock) 5506; 3. Marc-Oliver Jahnke (Schwerin) 5357.

Frauen: 1. Emely Becker (Berlin) 3835, 2. Kristin Hösel  (Kiel) 3072; 3. Jennifer Ihl (Freiberg) 2947.

Paare: 1. Lisa Haering/Philipp Bahr (Wittenberge/Schwerin) 3604; 2. Till Schomacker/Luis Dannewitz (Wismar) 3521; 3. Nike Praetzel/Mika Sosna (Hamburg) 3616.

Fünfer-Teams: 1. „Die eigentlichen Gewinner“ (Med. Schwerin) 21257.

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