Handball : Ein Lebenszeichen

War mit acht Treffern torgefährlichste Grün-Weiß-Spielerin: Lisa Slomka (l.)
War mit acht Treffern torgefährlichste Grün-Weiß-Spielerin: Lisa Slomka (l.)

3. Liga: Grün-Weiß Schwerin zeigt sich trotz 20:24-Niederlage gegen Buxtehude II in deutlich verbesserter Verfassung

von
11. März 2019, 23:10 Uhr

Die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin haben im Abstiegskampf der dritten Liga ein Lebenszeichen gesendet. Zwar ging das Heimspiel gegen den Buxtehuder SV II mit 20:24 (7:9) verloren, allerdings zeigten sich die Damen von Trainer Steffen Franke gegen den Tabellendritten ebenbürtig. Selbst ein Sieg war im Bereich des Machbaren. „Wir haben nicht verloren, weil Buxtehude besser war, sondern weil zwischenzeitlich nicht daran geglaubt haben, dass hier etwas zu holen war“, gab Schwerins Coach nach Spielschluss zu verstehen.

Eigentlich begann das Spiel in der Reiferbahnalle für die Gastgeberinnen denkbar schlecht. Erst nach satten 13 Minuten bejubelten die Schwerinerinnen ihr erstes Tor. Das war allerdings der Treffer zum 1:2-Anschluss, brachte Buxtehude offensiv, auch aufgrund der ordentlichen Grün-Weiß-Deckung und einer gut aufgelegten Anna Pöschel im Tor, wenig zustande. Im Anschluss entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Schwerin beim zwischenzeitlichen 7:6 (27.) gar die Nase vorn hatte. Durch kleine Unkonzentriertheiten drehte Buxtehude zur Pause den Spielstand allerdings in ein 9:7 um.

Beim 11:13 in der 38. Minuten befanden sich die Grün-Weißen noch immer in Schlagdistanz, dann allerdings nutzte Buxtehude die Fehler gnadenloser aus und zog auf 17:11 (45.) davon. Aufgeben kam für die Schwerinerinnen aber nicht in Frage. Slomka, Evangelidou, Kretschmer und Co. kämpften sich wieder heran, verkürzten beim 14:19 binnen weniger Minuten auf nur vier Tore Rückstand, ließen dann allerdings Buxtehude erneut etwas davonziehen. Beim 17:24 (52.) war die Partie fast entschieden. Grün-Weiß traf noch dreimal, Buxtehude nicht mehr.

Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit und etwas mehr Selbstvertrauen in die eigene Offensivkraft wäre mehr als ein 20:24 für Grün-Weiß „drin“ gewesen. „Wir haben eine überschaubare Anzahl an Fehlern gemacht und hatten seit langem mal wieder eine klasse Torwartleistung. Das ist auch wichtig. Gleichzeitig waren die Spielerinnen bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wir dürfen mit dieser Leistung aber noch nicht zufrieden sein. Wir haben schließlich nicht gepunktet. Das wäre dann der nächste Schritt“, sagte Trainer Franke abschließend.

Die Mannschaft um Kapitänin Laura Wichmann muss es nun schaffen, die positiven Dinge aus dem Spiel mitzunehmen und am Sonntag zu Hause gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen noch eine Schippe draufzulegen.

SV Grün-Weiß Schwerin: Pöschel, Groth, Huysmann – Schmidtke, Dolke, Dehling, Wichmann 2, Petereit 1, Bast, Fischer 1, Jantzen 2, Sperling, Evangelidou 3, Slomka 8/2, Kretschmer 3.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen