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Lokaler Sport Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 20:36 Uhr

Trisport : Ein Glas Honig als „Prämie“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trotz Rekordbeteiligung behielt der Stover Mühlentriathlon auch in seiner fünften Ausgabe seinen familiären Charakter

svz.de von
erstellt am 23.Jul.2017 | 23:55 Uhr

Dass der Mühlentriathlon auch in seiner fünften Ausgabe nichts von seinem familiären Charme verloren hat, das hat der TriSport-Verein Stove am vergangenen Wochenende wieder eindrucksvoll bewiesen. Wo sonst bekommen die Sportler im Ziel noch ein eigens produziertes Glas Honig in die Hand gerückt? Wo sonst kennt der Veranstalter über die Hälfte aller Teilnehmer noch persönliche Geschichten und gibt diese Anekdoten im Wechselgarten den Zuschauern preis? In Stove gehört das zum guten Ton.

Und doch begrüßte der TriSport Verein am vergangenen Wochenende so viele Teilnehmer wie noch nie beim Mühlentriathlon. 57 Männer, 21 Frauen und sieben Staffeln gingen in diesem Jahr auf die Strecke und wollten die 400 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen bewältigen. „Wir hätten noch viel mehr Anmeldungen annehmen können, hatten uns aber auf 65 Einzelstarter beschränkt. Wir wollen so unseren familiären Charakter erhalten“, erklärt Martin Meißner von TriSport Stove. Die Wiese mit dem Wechselgarten ist erweiterbar, der Platz im See ist allerdings begrenzt. Auch daher kommt der frühe Anmeldestopp. „Wenn natürlich jemand mit seinem Rad hier ankommt und mitmachen will, dann wird er auch nicht abgelehnt“, ergänzt Meißner. Weil sich der Mühlentriathlon gerade für Einsteiger bestens eignet, bot das Teilnehmerfeld neben erfahrenen Triathleten aus Nah und Fern auch einige Neulinge des Dreikampfes.

Und auch sie durchpflügten pünktlich um 11 Uhr den Mühlenteich. Dass es während des Schwimmens zu regnen anfing, störte weder die Athleten und Athletinnen, noch die zahlreichen Schaulustigen am Ufer des Teiches und um den Wechselgarten.

Bei den Stovern wollte man nicht nur einen tollen Triathlon absolvieren, auch sportlich hatte der Verein Ambitionen und ein paar heiße Eisen im Feuer. Und fast hätte es auch gereicht, Brun Keller musste allerdings als Zweiter nach dem Rad auf der abschließenden Laufstrecke zwei Konkurrenten ziehen lassen und wurde so am Ende Vierter. „Nach dem Schwimmen lag ich etwas weiter hinten. Dann musste ich auf der Radstrecke einige Plätze gut machen. Das war hart. Mit Platz vier bin ich aber dennoch zufrieden“, sagte der Lokalmatador nach dem Rennen.

Nicht nur für ihn war es ein tolles Rennen, auch für Männersieger Alexander Au hat sich die Anreise gelohnt: „Die Atmosphäre hier gefällt mir sehr gut. Das ist alles schön familiär und für so ein kleines Dorf immer super organisiert.“ Au weiß wovon er spricht, war der Greifswalder doch auch schon im letzten Jahr beim Mühlentriathlon dabei und mit Platz zwei auf dem Treppchen. Auch die Siegerin bei den Damen kennt sich mit dem Stover Triathlon aus. Die Schwerinerin Anja Wittwer konnte ihren Vorjahreserfolg souverän wiederholen und gewann mit deutlichem Vorsprung. „Das ist einfach eine schöne Veranstaltung. Mit gefällt der familiäre Charakter hier. Das macht einfach Spaß“, erklärte die Schwerinerin, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch im nächsten Jahr wieder in Stove am Start sein wird.

Für den TriSport-Verein des Dorfes kommt es in Zukunft darauf an, den Spagat zwischen einer eventuellen Vergrößerung des Mühlentriathlons und den Erhalt des familiären Charakters zu schaffen. Vereinsvorsitzender Gerald Keller muss im nächsten Jahr dann „nur“ noch mehr Honig produzieren, damit jeder Sportler im Ziel ein Glas in die Hand gedrückt bekommen kann.

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