Fußball : Ein fast perfektes Halbjahr

Grund zum Jubeln hatte man beim MSV Pampow im ersten Halbjahr des Fußballjahres 2018/19 genug. Nicht ein Ligaspiel ging verloren, mit 42 Punkten thronen die Westmecklenburger an der Spitze der Verbandsliga.  Fotos: Dietmar Albrecht
1 von 3
Grund zum Jubeln hatte man beim MSV Pampow im ersten Halbjahr des Fußballjahres 2018/19 genug. Nicht ein Ligaspiel ging verloren, mit 42 Punkten thronen die Westmecklenburger an der Spitze der Verbandsliga. Fotos: Dietmar Albrecht

Verbandsligist MSV Pampow hat in den ersten 16 Liga-Spielen nicht verloren und ist Spitzenreiter – Pokalaus in Penzlin einziger Makel

svz.de von
03. Februar 2019, 23:06 Uhr

Ein Blick auf die Verbandsliga-Tabelle genügt, um zu sehen, wer das erste Fußballhalbjahr 2018/19 in Mecklenburg-Vorpommern dominiert hat. Mit 13 Siegen, sowie 3 Unentschieden und keine Niederlage thront der MSV Pampow zurecht mit 42 Punkten an der Spitze der Liga. Pampow hat die meisten Tore geschossen, die zweitwenigsten Treffer kassiert. Acht Zähler Vorsprung auf Rang zwei sprechen eine deutliche Sprache. Und doch hat diese perfekte Hinrunde einen kleinen Makel. Im Landespokal kam überraschend das Aus im Viertelfinale beim Landesligisten Penzlin – ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres 2018. „Das passiert, wenn der Gegner einen guten Tag erwischt und wir einen äußerst schlechten. Die 13 Siege und 3 Unentschieden in der Liga lesen sich dann aber schon gut. Das war vor der Saison in dieser Form nicht zu erwarten“, erklärt Pampows Trainer Ronny Stamer.

Zu den Top-Teams der Liga zählte Pampow vor der Saison definitiv. Dass der MSV allerdings die absolut beste Mannschaft der ersten 16 Partien war, lag für Stamer vor allem an drei Faktoren: „Unser Plus ist es, dass wir die Mannschaft in großen Teilen zusammenhalten konnten. Gleichzeitig haben wir viel besser verteidigt als noch in der letzten Saison und dann haben wir mit Johannes Ernst den Stürmer der Liga in unseren Reihen. 18 Tore in 16 Spielen ist schon eine Hausnummer.“ Wenn Stamer zurückblickt, dann fallen ihm spontan gleich mehrere gute und wichtige Spiele ein. Das wohl beste Spiel seiner Mannschaft, auch wenn es das Ergebnis nicht hergibt, war für den Trainer das 1:1-Remis im Derby gegen den FC Mecklenburg Schwerin. „Das hatte alles. Zwei offene Visiere und gute Zweikämpfe – aber nie unfair, obwohl es ein Derby war. Der 3:2-Sieg gegen Pastow und auch das 0:0 beim 1. FC Neubrandenburg waren ebenfalls enorm wichtig für uns, auch wenn wir in Neubrandenburg dabei spielerisch nicht überzeugt haben“, resümiert Coach Stamer. Und dann wäre da noch der 5:2-Sieg im Pokal-Achtelfinale gegen den Greifswalder FC (Oberliga) zu erwähnen, in dem der MSV seine Oberligatauglichkeit unter Beweis stellte.

Stichwort Oberliga: Beim DKMS-Hallenmasters Ende Januar sprach Ronny Stamer, als Trainer und als Leiter der Geschäftsstelle von einem möglichen Aufstieg in die fünfte Liga, wenn der MSV Pampow am Ende ebenfalls auf Platz eins stehen sollte. Damit das klappt, muss nach Möglichkeit ein ähnlich starkes zweite Halbjahr her. „Die ersten fünf Spiele sind für uns enorm wichtig. Wir müssen dann gegen Pastow und auch gegen den FC Förderkader ran.“ Mit dem Acht-Punkte-Polster ist man in Pampow aber in einer komfortablen Situation, nicht jedes Spiel auf Biegen und Brechen gewinnen zu müssen. „Die Kontrahenten werden sich mit Sicherheit auch gegenseitig Punkte wegnehmen. Unser Ziel ist es einfach, da weiterzumachen, wo wir 2018 aufgehört haben, Penzlin mal ausgenommen“, so Stamer.

Um für die anstehenden restlichen 14 Partien fit zu sein, wird natürlich in Pampow schon fleißig trainiert und getestet. Am Wochenende ging es gleich zweimal gegen Oberligisten. Nach einem 2:2 am Freitagabend beim Malchower SV gab es tags darauf bei den Hansa-Amateuren und dem 1:1 ein weiteres Remis. Am 10. Februar verabschiedet sich der MSV-Tross dann noch für eine Woche in die Türkei nach Belek zum Trainingslager. Am 22. Februar ist Pampow schließlich zu Hause im ersten Flutlichtpflichtspiel des neuen Jahres gegen den SV Görmin gefragt. Dann am liebsten genauso dominant, wie schon im vorigen Halbjahr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen