Boxen : Ein Abend – zwei Trümpfe

Denis Radovan (l. – hier am 17. Juni in Wetzlar gegen den Kroaten Josip Duric) hat seine sechs Kämpfe gewonnen.
Denis Radovan (l. – hier am 17. Juni in Wetzlar gegen den Kroaten Josip Duric) hat seine sechs Kämpfe gewonnen.

Trainer Brähmer schickt am 7. Oktober Radovan und Schwarzkopf ins Rennen

svz.de von
23. September 2017, 16:00 Uhr

Nachdem vor einer Woche der Engländer Collum Smith mit einem Punktsieg über den Schweden Erik Skoglund ins Halbfinale der „World Boxing Super Series“ eingezogen ist, warten die Fans schon auf das nächste Viertelfinale um die „Muhammad Ali Trophy“ im Super-Mittelgewicht, das in Deutschland stattfinden wird. Am 7. Oktober werden sich IBO-Weltmeister Chris Eubank Jr. und Avni Yildirim aus der Türkei in Stuttgart gegenüberstehen.

In der Hanns-Martin-Schleyer-Halle soll aber nicht nur dieser Kampf für Furore sorgen. Mit Denis Radovan im Super-Mittelgewicht und dem Halbweltergewichtler Timo Schwarzkopf werden auch zwei deutsche Youngster im Rahmenprogramm kämpfen, die eines gemeinsam haben – den Coach. Beide werden von Jürgen Brähmer trainiert, der am 27. Oktober sein WBSS-Viertelfinale gegen den Amerikaner Rob Brant in Schwerin bestreiten wird. „Doch zunächst gilt meine Aufmerksamkeit meinen Jungs“, sagt der 38-Jährige.

Radovan und Schwarzkopf werden auf den Stuttgarter Kampfabend in Schwerin vorbereitet. Radovan (6-0, 2 K.o.), der erst am 9. September gegen den Franzosen Yann Binanga Aboghe erfolgreich den Ring verlassen konnte, muss in der Neckarmetropole gegen Tiran Metz aus Essen (14-2-4, 6 K.o.) ran. Brähmer: „Ich war sehr zufrieden mit Denis’ letztem Kampf. Und ich erwarte auch gegen Metz einen klaren Sieg.“ Mit dem Kölner Jungspund aus dem Sauerland-Stall hat Brähmer noch viel vor. „Er kann ganz nach oben kommen. Anfang des nächsten Jahres streben wir auch schon den ersten Titelkampf an.“

Ebenso überzeugt wie von Radovan ist Brähmer auch von Timo Schwarzkopf. Der Schweriner Ex-Weltmeister hat für Schwarzkopf die „Rundumbetreuung“ übernommen, „weil ich froh bin, dass wir noch solche Boxer in Deutschland haben. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Timo in dieser Gewichtsklasse sowohl in Deutschland als auch in Amerika in Zukunft eine große Rolle spielen wird.“

In Stuttgart wird Schwarzkopf zudem ein Heimspiel haben. 1998 floh er während des Kosovo-Krieges nach Deutschland. In Wangen fand er eine neue Heimat, mit 18 Jahren zog er nach Stuttgart. Schwarzkopf (25): „Ich freue mich, wieder in Stuttgart boxen zu können und meine alten Freunde zu treffen.“







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