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Lokaler Sport Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 02:04 Uhr

Heimsieg : Dritter Heimsieg nacheinander

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Grün-Weiß-Handballerinnen in der 3. Liga auf dem Vormarsch

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 18:49 Uhr

Das neue Jahr hat für die Drittliga-Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin so begonnen, wie das alte geendet hatte, mit einem Heimsieg. In einem Nachholspiel setzten sich die Mecklenburgerinnen mit 24:22 gegen die SG Henstedt/Ulzburg, derzeit auf Platz fünf in der Tabelle, durch. Mit einer engagierten Mannschaftsleistung rangen sie die Gäste nieder und erspielten sich mit ihrer Moral die Herzen der Fans. Trainer Tilo Labs sprach nach dem Spiel von einer geschlossenen Teamleistung mit zwei sehr guten Torfrauen. „Trotzdem waren noch zu viele technische Fehler während der 60 Minuten zu sehen, an deren Minimierung wir arbeiten müssen. Wir machen derzeit diese Fehler über den Kampf wieder wett, aber um die Rückrunde erfolgreich zu gestalten, müssen die Mädels so bei der Sache bleiben, wie sie es zur Zeit im Training auch sind,“ so der Coach weiter. Der Anschluss an das untere Mittelfeld der Liga ist wieder hergestellt. Mit 9:17 Punkten rangiert man punktgleich mit dem Berliner TSC auf Platz 9 der Tabelle. Allerdings folgen die wegweisenden Spiele gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn (Rostock, Brandenburg, Berlin, Salzland) in den kommenden Wochen, da wird sich entscheiden, wohin die Reise geht.

Nach diesem Sieg am Sonntag kann man jedoch selbstbewusst antreten, zumal gerade in der Deckung wieder einmal vorbildlich gekämpft wurde. Vor allem Vivien Bartlau auf der Spitze rackerte unaufhörlich und trug mit ihren fünf Toren maßgeblich zum 24:22 Sieg bei. Ihr gelang auch mit einer schönen Einzelleistung gleich das 1:0, eine Führung, die knapp 20 Minuten andauerte und erst mit dem 7:7 von den Gästen egalisiert wurde. Vor allem Bente Maassen machte Schwerin das Leben so richtig schwer, sie traf insgesamt acht Mal ins Schwarze und verhalf den Gästen beim 7:8 zu ihrer ersten Führung. Als sie beim 8:11 ein weiteres Mal traf, schien es mit der Anfangsoffensive der Gastgeberinnen erst einmal vorbei zu sein. Vor allem Vivien Erdmann hatte noch nicht ihre Raketen gezündet, war aber im Abwehrverhalten wieder einmal vorbildlich. Sie half viel aus, war als erste hinten, kassierte für ihre engagierte Arbeit allerdings zwei Zeitstrafen, so dass sie in der zweiten Hälfte nur im Angriff eingesetzt werden konnte. Auf der anderen Seite war es vor allem Meike Schult, auf deren Schultern ein Großteil der Defensivarbeit lag, denn mit Tina Pejic hatte sie eine der Top-Torschützinnen der Liga vor sich. Wie die noch 17-Jährige das aber bewältigte, war sehenswert. Trotzdem führten die Gäste zur Halbzeit mit 13:11.

Man musste nur die ersten Minuten überstehen, die gehören „traditionell“ den Gästen. So auch in diesem Spiel, aus dem 11:13 wurde binnen vier Minuten ein 11:16. Auch in der Folge spielte Schwerin unsicher, erst ab der 40. Minute, als Meike Schult mit ihrem dritten von vier Treffern das 16:18 erzielte, fingen sich die Grün-Weißen und spielten fortan wie aus einem Guss. Vor allem Sophie Ehlers, für Erdmann in der Deckung spielend, hielt die Fäden zusammen und nach vorne nahm das Spiel der Gastgeberinnen nun Fahrt auf. Henstedt erzielte bis zur 50. Minute lediglich drei Treffer, auch weil neben der Deckung eine gute Anna Pöschel zwischen den Pfosten stand. Beim 21:21 war erstmals seit der Anfangsphase der Ausgleich geschafft, ein Doppelschlag von Bartlau und Laas nach toller Vorarbeit von Künzel brachte die Gastgeberinnen nach 58 Minuten auf die Siegerstraße. Das Timeout der Gäste brachte nichts mehr und die Schwerinerinnen ließen sich nach dem dritten Heimsieg in Folge entsprechend feiern.

Am kommenden Sonntag beginnt die Rückrunde mit dem einfachsten Spiel der Saison, denn die Damen müssen zum Zweitligaabsteiger nach Travemünde. „Da kann man nichts verlieren, aber viel lernen und manchmal auch etwas mitnehmen“, so die Meinung der Trainer.

Grün-Weiß Schwerin: Wiercioch, Pöschel – Dube 2, Ehlers 1, Evangelidou, Künzel 3/1, Bartlau 5, Menzel, Laas 5, Schult 4, Nawrot, Erdmann 4, Crölle


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