Schulsport : Die Paralympioniken von morgen

Max-Mailo Rathsack aus der 1a gibt beim Ballwurf alles.
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Max-Mailo Rathsack aus der 1a gibt beim Ballwurf alles.

Sport und Bewegung wird beim Mecklenburgischen Förderzentrum groß geschrieben – unter dem Motto: „Jeder, wie er kann“

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28. Mai 2019, 18:27 Uhr

Der Terminkalender von Schwimmerin Denise Grahl ist voll. Anfang Juni stehen die internationalen deutschen Meisterschaften auf dem Programm und bereits heute geht es für Grahl, die 2016 in Rio bei den Paralympischen Spielen eine Silbermedaille gewann, nach Italien zu einem Weltcup. Dazwischen steht natürlich auch noch ein bisschen Training an. Und doch ließ es sich die gebürtige Schwerinerin gestern nicht nehmen, bei ihrer alten Schule vorbeizuschauen. Auch Grahl ist vor Jahren auf dem Schulhof gesprintet, gesprungen und hat den ein oder anderen Schlagball aus der Hand geworfen – so wie gestern die knapp 200 Schüler des Mecklenburgischen Förderzentrums.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende, die letzten Zensuren müssen verteilt werden, die Zeugniskonferenzen stehen vor der Tür. Da ist ein Sportfest an fast jeder Schule eine willkommene Abwechslung. Das Sportfest des MFZK trug dabei in diesem Jahr den paralympischen Gedanken. „Wir haben die fünf olympischen Ringe auf den Schulhof gelegt. Dort stehen sie ja für die fünf Kontinente, bei uns sollen sie die Individualität unserer Schüler widerspiegeln“, erklärt Schulleiterin Marion Dombrowski.

Wie es ist, bei Paralympischen Spielen zu starten, konnte Denise Grahl den Schülern bei einer Fragerunde etwas näher bringen. Der ein oder andere wird ihr auch nacheifern wollen. Das hat zumindest das Sportfest gezeigt. Ein wenig Ehrgeiz gehört beim Sport sowieso dazu, auch wenn es dem Mecklenburgischen Förderzentrum in erster Linie darum geht, dass sich die Schüler überhaupt bewegen. Ohnehin ist es für das MFZK schwer, die Ergebnisse bei einem Sportfest unter einander zu vergleichen. Im Fokus steht vielmehr die eigene Verbesserung. „Die Förderung der Motorik ist elementar Wichtig für die weitere Entwicklung – auch nach der Schule“, weiß Schulleiterin Dombrowski. Wenn das geschafft ist, sind auch die zahlreichen Sportlehrer zufrieden. Das dürfte bei vielen Schülerinnen und Schülern gestern auch geklappt haben. Bei der Begeisterung, die alle Lehrkräfte ausstrahlen, ist das aber nicht erstaunlich.

Denise Grahl hat übrigens die Paralympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio fest im Blick. Für die Schüler des MFZK kommen die noch etwas zu früh, Paris 2024 oder aber Los Angeles 2028 sind da schon eher in Reichweite. Wenn die zukünftigen Paralympioniken trotz eines potenziell vollen Terminkalenders dann auch noch Zeit finden, beim Sportfest ihrer ehemaligen Schule vorbeizuschauen, wissen sie beim MFZK, dass sie alles richtig gemacht haben. So wie bei Denise Grahl.

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