Fussball : „Die Mischung im Kader stimmt“

Kapitän Mathias Reis gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zum „Inventar“ des MSV Pampow und ist aus der Defensive des Oberligisten nicht wegzudenken.
Kapitän Mathias Reis gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zum „Inventar“ des MSV Pampow und ist aus der Defensive des Oberligisten nicht wegzudenken.

Die „Oldies“ in Pampow sind zwar weniger geworden, aber noch immer wichtig

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03. September 2020, 17:19 Uhr

Merklich ausgedünnt ist sie, die Gruppe der „Oldies“ bei Oberligist MSV Pampow in dieser Saison. Mit den Torhütern Christian Maaske (35 Jahre) und Ronny Losereit (32) sowie Kevin Looks (32) und Kapitän Mathias Reis (30) sind nur noch vier Spieler im Kader 30 Jahre oder älter. Zwar ist diese Truppe klein, eine Randgruppe innerhalb der Mannschaft ist sie aber nicht – im Gegenteil, tummeln sich doch bei den „Alten“ die Lautsprecher des Teams. „Die Mischung in der Mannschaft stimmt, das Gerüst ist ja geblieben und so ist auch unsere Hierarchie in Takt“, sagt Kapitän Reis.

Der Verteidiger sagt auch, dass es in der Kabine, im Training und auch während der Spiele in der Mannschaft ruhiger geworden ist – im positiven Sinne. „Es gibt zwei, drei Leute die führen, der Rest folgt und zieht mit. Das macht es angenehmer als noch in der vergangenen Saison“, so Reis, der im Training den jungen Spielern auch Tipps gibt, wenn ihm etwas auffällt. Bei Reis selbst war das vor zehn, elf, zwölf Jahren weniger so. „Ich kam damals aus Schwerin nach Pampow. Da hat man gesagt, der kann Fußball spielen und so musste ich dann bei den Männern schnell funktionieren.“ Weil die Qualität des Defensivmannes aber stimmte, setzte sich der nun 30-Jährige bei den Westmecklenburgern durch und ist so seit Jahren ein Taktgeber im Team.

Auf seine Erfahrung setzt Trainer Ronny Stamer auch morgen gegen Hertha Zehlendorf. Zusammen mit dem Greifswalder FC gehören die Berliner zu den Aufstiegsfavoriten. Vier Mal in Folge wurde Zehlendorf Vierter – jetzt soll der große Wurf gelingen. Wenn es aber nach dem MSV Pampow geht, dann müssen die Berliner ihre Punkte gegen andere Gegner holen. Wie es gegen Hertha gehen kann, bewies der MSV in der vergangenen Saison in der Bundeshauptstadt mit einem 2:1-Sieg. Zu Hause ging im August 2018 das erste Oberliga-Spiel der Pampower Geschichte mit 1:2 verloren. „Wir brauchen uns vor Zehlendorf nicht in die Hose machen. Mir sind solche Gegner sogar lieber. Am Ende wollen wir Punkte für den Klassenerhalt holen, auch gegen Zehlendorf“, so Mathias Reis abschließend. Das geht nur, wenn die „Oldies“ und die „Jungen“ zusammen an einen Strang ziehen. Aber das tun sie Gott sei Dank ja in Pampow.

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