Sieg in Berlin : Die Grün-Weißen sind Vizemeister

Kreisläuferin Marie Nawrot erzielte in Berlin den Siegtreffer für die Schweriner.
Kreisläuferin Marie Nawrot erzielte in Berlin den Siegtreffer für die Schweriner.

Handball-Mädchen behaupten mit einem Sieg bei den Reinickendorfer Füchsen vorzeitig den zweiten Tabellenplatz für sich

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18. März 2014, 23:19 Uhr

Das Auswärtsspiel der Handball-Mädels vom SV Grün-Weiß Schwerin (2.; 17:9 Punkte) in der Ostsee-Spree-Liga der A-Jugend bei den Berliner Reinickendorfer Füchsen (3.; 15:11) stand für die Gäste unter keinem guten Stern. Neben der mit der ersten Frauenmannschaft nach Henstedt gereisten Meike Schult mussten das Grün-Weiß-Team weiterhin auf Marie-Luise Weiss und vor allem auch auf beide Torhüterinnen (verletzt) verzichten. Für das Tor stellte sich die etatmäßige Kreisspielerin Janne Petereit zur Verfügung und löste diese Aufgabe mit 12 Paraden sehr gut. So konnte das Spiel mit 26:25 gewonnen werden und die Grün-Weißen sind damit Vizemeister.

Doch dieser Sieg war zu Beginn des Spiels nicht abzusehen. Denn die Berlinerinnen gaben sich kämpferisch und man merkte, dass sie unbedingt siegen wollten, damit der Kampf um die Vizemeisterschaft weiter offen bleibt. Dementsprechend motiviert waren sie und haben wenig zugelassen. Von 4:4 zogen sie auf 9:5 davon, während es dem Schweriner Angriffsspiel an Selbstbewusstsein und Durchschlagskraft fehlte. Die Grün-Weißen gaben sich jedoch nicht auf. Sie kämpften in der Abwehr mit Teamgeist und Einsatzbereitschaft um jeden Ball. Linksaußen Vanessa Schaffer war es dann, die die Grün-Weißen nach dem 11:13-Rückstand mit zwei Treffern zur Pause auf 13:14 heranbrachte.

Nach Wiederanpfiff war sie es auch, die mit weiteren zwei Treffern in Folge den 15:15-Ausgleich erspielte. Von da an verlief das Spiel stets ausgeglichen und spannend. Beim Stand von 21:20 gingen die Gäste erstmals in Führung und hatten bis 15 Sekunden vor Schluss die Nase knapp vorn. Dann glichen die Gäste zum 25:25 aus. Daraufhin nahmen die Schweriner eine Auszeit, um Ruhe in die letzten Aktionen des Spiels zu bringen und möglichst erst kurz vor Abpfiff zu einem Torwurf anzusetzen.

Die Gastgeber spielten nach der kurzen taktischen Unterbrechung sehr offensiv. Den Grün-Weißen gelang es ihrerseits aber, Kreisläuferin Marie Nawrot anzuspielen, die dann mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer, das 26:25, für Schwerin erzielte. Der Rest ging im Jubel unter. „Gerade durch die Verletzungen mussten die Mädels zeigen, dass sie ausgeglichen und gut spielen sowie mithalten können, und das haben sie bei diesem Spiel unter Beweis gestellt“, so Trainer Heinz Grämke. Die gute Leistung begünstigte auch ein gesteigertes Selbstvertrauen, so dass die Spielerinnen um Ersatzkapitänin Marie Nawrot auch einen mehrfachen Vier-Tore-Rückstand wegsteckten.

Mit diesem Sieg sicherten sich die Grün-Weiß-Mädels am vorletzten Spieltag der Ostsee-Spree-Oberliga den Vizemeistertitel . „Auch wenn nicht alle erzielten Ergebnisse zufriedenstellend waren, sind mein Co-Trainer Roberto Müller und ich sehr stolz auf das Team. Der Vizemeistertitel stellt nicht nur eine Steigerung zum Vorjahr dar, sondern auch den größten überregionalen Erfolg einer weiblichen A-Jugend aus MV“, so Grämke.

Grün-Weiß Schwerin: Petereit – Powierski 8/4, Guse 4, Crölle 3, Schaffer 5, Rahn, Liebig, Nawrot 2, Panzer 1, Lück 2, Ihde 1, Müller


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