Handball : Die Fußspitze in der Drittliga-Tür

Die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin jubelten nach Spielschluss über ihren 25:21-Sieg gegen den TSV Birkenau.
Die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin jubelten nach Spielschluss über ihren 25:21-Sieg gegen den TSV Birkenau.

Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin sind nach Sieg gegen Birkenau erster Nachrücker für die dritte Liga.

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17. Juni 2019, 18:02 Uhr

Eigentlich war die „Tür“ zu dritten Liga für die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin mit dem sportlichen Abstieg bereits zugeschlagen. Nachdem aber gleich mehrere Mannschaften ihren Rückzug erklärten, hat sich für die Schwerinerinnen zumindest noch eine theoretische Chance auf eine weitere Drittliga-Saison ergeben. Und seit Sonnabend hat die Mannschaft von Trainer Steffen Franke zumindest wieder die Fußspitze in dieser Drittliga-Tür. Die Grün-Weißen haben in der „Geisterrelegation“ gegen den TSV Birkenau nach einem 24:24 im Hinspiel jetzt am Sonnabend im Rückspiel mit 25:21 gewonnen und zählen nun als erster Nachrücker, falls noch eine weitere Mannschaft aus den vier Drittliga-Staffeln zurückziehen sollte.

Darauf setzt man nun seit dem vergangenen Wochenende natürlich bei Grün-Weiß. „Ich hoffe, dass uns eine entsprechende Mail erreicht. Wir haben mit diesem Aufwand signalisiert, dass wir in die dritte Liga wollen. Aber auch wenn es am Ende nicht reicht, war es für uns die richtige Entscheidung. Wir gehen mit einem positivem Gefühl aus der Saison“, erklärt Trainer Steffen Franke, der als Leiter der Geschäftsstelle bezüglich Mails natürlich an der Quelle sitzt.

So wie die Schweriner Mannschaft in der heimischen Halle an der Reiferbahn gegen den TSV Birkenau auftrat, wären nicht nur die Grün-Weiß-Fans auf eine weitere Drittliga-Saison gespannt gewesen. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde sich die Mannschaft besser verkaufen, als in der abgelaufenen Saison. Zwar verpasste es Schwerin gegen Birkenau mehrfach, vorzeitig davonzuziehen, sodass es bis kurz vor Schluss spannend blieb, jedoch gingen die Grün-Weiß-Damen als verdienter Sieger von der Platte. Nach einer zwischenzeitlichen 6:3-Führung (12.) ging es für beide Mannschaften mit einem 9:9 in die Pause. Grün-Weiß arbeitete zwar richtig gut in der Deckung, nutzte seine sich daraus gegebenen Chancen aber nicht konsequent genug. Auch im zweiten Durchgang blieb das Ergebnis ausgeglichen, erst beim 20:17 (51.) war Schwerin erneut auf drei Tore davon. Birkenau steckte aber nicht auf und verkürzte auf 21:22 (58.). Dann allerdings versenkte Eleni Evangelidou einen Wurf im TSV-Tor, Anna Pöschel parierte den anschließenden Angriff und Hannah Jantzen traf zusätzlich zum 24:21 (60.). Das Spiel war damit entschieden, die Schwerinerinnen konnten sich bereits auf das Jubeln nach Spielschluss vorbereiten.

Die Grün-Weiß-Frauen sowie der gesamte Verein haben am Ende alles in ihrer Macht stehende getan, um eine weitere Drittliga-Saison zu ermöglichen. Alles weitere liegt nun nicht mehr in ihrer Hand. Die Fußspitze bleibt zumindest bis zum 30. Juni in der „Tür“, danach haben die Schwerinerinnen dann die Gewissheit, ob es kommende Spielzeit in Liga drei oder in Liga vier weitergeht.

SV Grün-Weiß Schwerin: Pöschel, Huysmann – Schmidtke 2, A. Schulz, Dehling 1, Rassau, Fischer 3, Jantzen 1, Sperling, Evangelidou 2, Millrath 9/3, Weier, Alm 3, Kretschmer 4.

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