Fussball : Die beste Saisonleistung

Die Entscheidung: Schwerins Kapitän Tino Witkowski (r.) zieht aus der Drehung ab und trifft trocken zum zwischenzeitlichen 3:0.
Die Entscheidung: Schwerins Kapitän Tino Witkowski (r.) zieht aus der Drehung ab und trifft trocken zum zwischenzeitlichen 3:0.

Landespokal-Viertelfinale: FC Mecklenburg Schwerin schenkt Oberligist Malchow halbes Dutzend Tore ein und steht im Halbfinale

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16. Dezember 2018, 17:00 Uhr

Im Nachgang war klar, dass sich die Verbandsliga-Kicker des FC Mecklenburg Schwerin keinen besseren Termin für ihre Weihnachtsfeier hätten aussuchen können, als den vergangenen Sonnabend. Die ohnehin zufriedenen Gesichter des FCM hatten, dank eines wenige Stunden zuvor erspielten 6:0-Sieges über den Malchower SV im Pokal-Viertelfinale und dem damit verbundenen Halbfinal-Einzug, so richtig was zu feiern.

Schon nach der Viertelfinal-Auslosung hat man in Schwerin mit der Runde der letzten Vier geliebäugelt, bekam man doch mit dem Malchower SV den letzten der Oberliga zugelost. Und doch war dem FCM bewusst, dass ein Weiterkommen nur mit einer guten Leistung möglich war. Das, was die Landeshauptstädter am Sonnabend dann zeigten, war allerdings eine sehr gute Leistung. So schwärmte auch Trainer Stefan Lau nach Spielschluss nicht nur im engen Mannschaftskreis von seiner Mannschaft: „Es war über 90 Minuten ein druckvolles, konzentriertes und aggressives Spiel von uns. Ich würde fast sagen, dass das schon fast mit die beste Saisonleistung war.“

Schnell stellte sich im Spiel vor 320 Zuschauern im Sportpark Lankow heraus, dass Malchow nicht von ungefähr erst einmal in dieser Saison den Platz als Sieger verließ. In den ersten zwölf Minuten verbuchte der FC Mecklenburg, der über die gesamten 90 Minuten in allen Belangen besser war, zwei richtig gute Möglichkeiten, die Jelto Reuter und Markus Studier aber nicht nutzten (9./12.). Sie scheiterten am ehemaligen Schweriner Paul-Friedrich Kornfeld im MSV-Tor. Nachdem sich Kornfeld zweimal auszeichnen durfte, musste auf der Gegenseite FCM-Torwart Max Böttcher nach einer Kontersituation ebenfalls sein ganzes Können aufzeigen und mit einer Fußparade das 0:1 verhindern. Es sollte die beste Chance der Gäste in dieser Partie bleiben (14.). Danach war der FCM wieder um Spielkontrolle bemüht, agierte aber etwas zu umständlich. Trainer Lau „reagierte“ und besann seine Mannen, die einfachen Bälle zu spielen – und die „gehorchten.“ So steckte Paul Henschke nach 23 Minuten in die Schnittstelle auf Jelto Reuter, der dann quer legte auf Tino Witkowski. Schwerins Kapitän musste nur noch einschieben – 1:0.

Nur drei Minuten später war der FCM erneut zur Stelle. Dieses Mal passte Simeon Cunrady auf Außen zum bockstarken Marten Kanter. Der legte flach in die Mitte auf Henschke und der schob mit etwas Glück ins kurze Eck zum 2:0 (26.) ein. Die Hausherren waren gedankenschneller, zweikampfstärker und auch den Tick galliger als der Malchower SV. So reagierte Gäste-Trainer Sven Lange schon vor der Pause mit einem Doppelwechsel. Der verpuffte allerdings schnell (39.).

Im zweiten Durchgang blieb der FCM spielbestimmend. Jelto Reuter hatte nach 50 Minuten die große Chance auf die Vorentscheidung, scheiterte aber aus Nahdistanz an Kornfeld. Am Ende sorgte Witkowski für das 3:0, als er von der Strafraumkante aus der Drehung trocken ins lange Eck traf. Als sich der Malchower SV dann mit einer unnötigen Gelb-Roten Karte auch noch dezimierte, sollten alle Zweifel am Schweriner Weiterkommen beseitigt sein (66.). Der FCM nutzte die Überzahl dann konsequent aus, Witkowski steckte auf den durchlaufenden Studier, der Keeper Kornfeld tunnelte und seine gute Leistung mit dem Tor zum 4:0 krönte (69.). Für das 5:0 sorgte Witkowski dann wieder selbst, als er nach einem Freistoß von Hristian Popov, der an den Pfosten klatschte, am schnellsten schaltete und erneut ins leere Tor traf (82.). Für das halbe Dutzend Tore sorgte abschließend Keke Orth, der eine Witkowski-Vorlage zum 6:0-Endstand verwertete (90.).

„Wir mussten ein bisschen was in der Aufstellung umbauen, aber jeder war sich im Klaren darüber, wie groß die Möglichkeit ist, ins Halbfinale einzuziehen. Wir waren einfach brutal heiß, das auch zu erreichen“, resümierte ein glücklicher FCM-Trainer. Dass die Schweriner vielleicht sogar noch höher hätten gewinnen können, war Stefan Lau am Ende des Tages egal. „Mir ist auch völlig gleich, wer nächste Runde kommt. Wir wollen ins Finale“, so Lau abschließend.

Mit der Leistung aus dem Viertelfinale wäre das beim passenden Gegner nicht unrealistisch. Wie sich das Landespokal-Endspiel anfühlt, haben einige Schweriner bereits in der vergangenen Saison erfahren – das wollen sie nun wieder.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Köhn, Leu, Popov, Cunrady, Bahtic, Witkowski, Kanter (77. Ewert), Studier, Henschke (71. Bohmann), Reuter (62. Orth).

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