Handball : Derbysieger, Meister, Aufsteiger

Der Jubel über die Meisterschaft kannte bei den Grün-Weiß-Handballerinnen keine Grenzen mehr. In der kommenden Saison gehen sie nun wieder in der dritten Liga auf Tore-Jagd. Fotos: Albrecht (3)
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Der Jubel über die Meisterschaft kannte bei den Grün-Weiß-Handballerinnen keine Grenzen mehr. In der kommenden Saison gehen sie nun wieder in der dritten Liga auf Tore-Jagd. Fotos: Albrecht (3)

Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin gewinnen letztes Oberliga-Spiel gegen den Rostocker HC deutlich mit 37:22

svz.de von
08. Mai 2017, 23:57 Uhr

Es war ein krachendes Handball-Finale der Grün-Weiß-Damen am Sonnabend in der „Hölle an der Reiferbahn“. Vor ausverkauftem Haus demontierte der Oberliga-Tabellenführer den Zweiten Rostocker HC mit 37:22. Derbysieger, Meister und Drittliga-Aufstieg – mehr ging nicht.

Der Druck, den die Schwerinerinnen sich selbst aufgebaut hatten, war vor dem Spiel greifbar. Entsprechend nervös war der Beginn. Man schenkte sich nichts, bereits in den Anfangsminuten gab es zwei Siebenmeter für die Gäste, beide sicher verwandelt. Schwerin jedoch legte immer wieder vor und hatte nach zehn Minuten bereits einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet. Glanzpunkt in dieser Phase war Torfrau Andrea Klasen, die nicht nur insgesamt drei Strafwürfe parierte, sondern auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit brillierte. Elf gehaltene Bälle, dazu eine starke Abwehrleistung des gesamten Teams waren dann auch der Garant für den Ausbau der Führung und den 18:9-Halbzeitstand.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Grün-Weißen ihrer Linie treu und spielten weiter wie aus einem Guss. Bereits jetzt waren die Fans in der rappelvollen Halle, darunter auch die Trommler der „Gelben Wand“ des SSC Palmberg, mehr als angetan, ja nahezu begeistert von der Spielweise der Gastgeberinnen. Alle spielten und kämpften füreinander und folgerichtig war nach dem 28:17 nach einer Dreiviertelstunde die Moral der Gäste gebrochen. Fast alle Spielerinnen waren an der Torausbeute beteiligt, auch das ein Beweis für die mannschaftliche Geschlossenheit. Über ein 32:19 (50. Minute) stand am Ende dann ein deutliches 37:22 auf der Anzeigetafel und darunter bildete sich nach dem Schlusspfiff eine riesige Spielerinnentraube.

Auch Trainer Tilo Labs fiel ein Stein vom Herzen: „Wir haben ein außergewöhnliches Spiel gesehen, nicht nur wegen der vielen Tore sondern auch wegen des Kampfes und der Moral, den meine Mädels gezeigt haben. Sie haben genau das umgesetzt, was wir besprochen hatten und waren von Beginn an zu hundert Prozent fokussiert. Ich bin unglaublich stolz auf das Team.“

Dass dieser Sieg, diese Meisterschaft und dieser Aufstieg entsprechend gefeiert wurden, kann man sich wohl sehr gut vorstellen. Die Grün-Weißen sind schließlich nicht nur Kämpferinnen sondern auch „Feierbiester“.


Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann; Schmidtke 1, Fischer 2, Laas 3, Dehling 3, Slomka 2, Künzel 6/4, Nawrot 1, Jantzen 6, Evangelidou 1, Wolter 9/1, Pötzsch 3, Klingenberg.


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