Grün-Weiss-Mädels gewinnen : Derbysieg und zwei wichtige Punkte erkämpft

Grün-Weiß-Torfrau Marta Wiercioch sorgte in der Anfangsphase mit zwei gehaltenen Siebenmetern für Sicherheit in der Schweriner Abwehr.
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Grün-Weiß-Torfrau Marta Wiercioch sorgte in der Anfangsphase mit zwei gehaltenen Siebenmetern für Sicherheit in der Schweriner Abwehr.

Der erste Heimsieg unter Dach und Fach: Die Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin siegen gegen die TSG Wismar.

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02. Dezember 2013, 17:35 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin haben in einem emotionalen und mitreißenden, aber stets fairen Spiel gegen den MV-Rivalen TSG Wismar mit 24:22 gewonnen und damit auch die beiden ersten Heimpunkte eingefahren.

400 Zuschauer, ausverkaufte Halle und tolle Stimmung – besser konnten die Bedingungen für ein spannendes Spiel nicht sein. Um jeden Ball wurde verbissen gekämpft, so dass sich kein Team über die gesamte Spielzeit auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. Die Grün-Weißen standen in der Defensive kompakt und ließen zunächst wenig zu. Wenn einmal Bälle durchkamen, wurden sie eine Beute der gut haltenden Torfrauen Pöschel und Wiercioch. Beim Stand von 1:3 hielt letztere zwei Siebenmeter und leitete damit einen kurzen Zwischenspurt der Gastgeberinnen bis zum 4:3 durch Meike Schult ein. Gerade dieser Spielerin gebührt ein dickes Extralob, denn was die noch 17-Jährige in der Abwehr leistete, war schon erste Sahne. Überhaupt knieten sich alle Spielerinnen gerade in der Defensive mächtig rein, so dass die favorisierten Wismaranerinnen nie so richtig zum Zuge kamen. Lediglich mit der Chancenverwertung konnte man hadern. Zu viele erstklassige Gelegenheiten wurden ausgelassen oder Beute der stärksten Spielerin bei den Gästen, Torfrau Justine Steiner. So auch in den letzten Sekunden der ersten Hälfte, als sie Steffi Dubes Kontermöglichkeit vereitelte und so den Ausgleich verhinderte. Der Halbzeitstand von 11:12 zeigt aber die Gleichwertigkeit beider Mannschaften.

An der Seitenlinie hoffte Trainer Tilo Labs, dass möglichst kein Bruch im Spiel stattfindet, wie es in den letzten Spielen öfters zu beobachten war. Entsprechende Weisungen in der Pause haben aber offensichtlich geholfen, denn die Gastgeberinnen gaben sich keine Blöße. Auch als zwischenzeitlich den Stammkräften eine Ruhepause gegönnt wurde, war kein Bruch zu erkennen. Alle kämpften und ackerten, symptomatisch dafür die Situation, als Steffi Laas vorne verwarf, dann schnell nach hinten sprintete und der ballführenden Gegnerin den Ball fast an der Mittellinie wieder abnahm.

Dann die Schlussphase dieser Begegnung, die es wirklich in sich hatte. In der 50. Minute begann der entscheidende Zwischenspurt der Gastgeberinnen, als sich Eleni Evangelidou ein Herz fasste und die 20:19-Führung warf. Zweimal Laas und Künzel warfen erstmals in dieser Partie einen Dreitore- Vorsprung (23:20) heraus, da waren noch knapp vier Minuten auf der Uhr. Auszeit Wismar! Kurz darauf das 21. Tor für die Gäste durch einen verwandelten Strafwurf von Yermachek, dazu eine Zeitstrafe gegen Schwerins Schult und das große Zittern begann. Zwei großartige Paraden von Anna Pöschel im Schweriner Tor verhinderten Wismarer Tore, im Gegenzug trafen Schwerins Spielerinnen zweimal nur das Holz. Als dann Tegler auf Wismarer Seite den Anschlusstreffer erzielte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Es waren noch 20 Sekunden zu spielen, als Wismars Trainer offensive Deckung anordnete, allerdings vergeblich, denn Vivien Bartlau stellte mit ihrem fünften Treffer den Endstand zum 24:22 her, alles andere ging im Jubel der Fans unter.

Damit gelang den Schwerinerinnen erstmals ein Sieg gegen die TSG aus Wismar, allerdings steht man damit immer noch auf einem Abstiegsplatz und muss die positive Stimmung mitnehmen nach Leipzig, denn dort geht es am kommenden Sonntag gegen den derzeitigen Tabellenvierten, das Juniorteam des Leipziger HC.

Grün-Weiß Schwerin: Wiercioch, Pöschel – Dube 1, Ehlers, Evangelidou 1, Künzel 2/1, Bartlau 5/1, Menzel, Laas 7, Schult 2, Nawrot, Labs, Erdmann 6

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