Handball : Das Spiel im Kopf verloren

Zumindest Steffi Laas und auch Lisa Slomka zeigten bei den Grün-Weißen gegen Travemünde Normalform. Die knappe 25:26-Niederlage konnten sie aber auch nicht verhindern.
Zumindest Steffi Laas und auch Lisa Slomka zeigten bei den Grün-Weißen gegen Travemünde Normalform. Die knappe 25:26-Niederlage konnten sie aber auch nicht verhindern.

Handball 3. Liga, Frauen: Grün-Weiß Schwerin unterliegt zum Rückrundenstart TSV Travemünde mit 25:26 (16:11)

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15. Januar 2018, 23:37 Uhr

So hatten sich die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin den Start in die Rückrunde der dritten Liga nicht vorgestellt. In der heimischen Reiferbahnhalle setzte es gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, dem TSV Travemünde, eine überraschende 25:26-Niederlage.

Überraschend deshalb, weil die Schwerinerinnen damals das Hinspiel in Lübeck so souverän mit 26:11 für sich entschieden und zudem Trainer Tilo Labs aus dem Vollen schöpfen konnte. „Die Niederlage war am Ende eine Kopfsache. Wir hatten keine Ideen mehr und waren auch nicht, wie der Gegner, so entschlossen, den Abstiegskampf anzunehmen“, sagte Schwerins Trainer nach Spielschluss und fand so schnell eine Ursache für die Niederlage.

Tatsächlich waren beide Teams lange auf Augenhöhe, die „Raubmöwen“ aus Travemünde zeigten sich deutlich verbessert und die Gastgeberinnen hatten auf die offensive Deckung keine richtige Lösung parat. Zudem fiel mit Christin Wolter eine wichtige Spielerin in den Anfangsminuten aus. Ergo setzte sich keine Mannschaft bis zur Mitte der ersten Hälfte ab (8:8, 20.). Durch drei schnelle Konter in Folge von Steffi Laas und Marie Nawrot sowie einem verwandelten Strafwurf von Constanze Pötzsch enteilten dann die Grün-Weißen auf 12:8 und bauten diesen Vorsprung zur Halbzeit auf fünf Tore aus (16:11). Das war dann die Spielweise, die sich Trainer und Spielerinnen vorgestellt hatten.

Allerdings ging es im zweiten Durchgang nicht so weiter. Auf Schweriner Seite fanden lediglich Lisa Slomka und Steffi Laas zur Normalform. Sie allein erzielten 10 der 25 Schweriner Tore. Aber auch die beiden vermochten es am Ende nicht, die Grün-Weißen zum Sieg zu führen. Die Gäste verkürzten im Verlauf der Partie Tor um Tor, waren beim 23:22 aus Schweriner Sicht nach 45 Minuten wieder auf Augenhöhe und von da an schien der Gastgeber Blei in den Schuhen zu haben. Folgerichtig glich Travemünde durch den zehnten Strafwurf nach 58 Minuten zum 25:25 aus und verwandelte nur eine Minute später den nächsten Strafwurf zur 26:25-Führung. Der Ausgleichstreffer in den letzten 20 Sekunden blieb den Gastgeberinnen dann verwehrt.

„Dieses Spiel durften wir eigentlich nicht verlieren, aber Travemünde war einfach aggressiver, wollte die Strafwürfe und bekam sie am Ende auch. Diese Aggressivität auch im Angriff fehlte meinen Damen diesmal. Da müssen wir schnell nacharbeiten, möglichst schon am Wochenende“, sagte Schwerins Trainer Labs abschließend.

Am kommenden Wochenende sind nämlich die A-Junioren der Mannschaft im Achtelfinale der Jugendbundesliga gefragt. Für sie geht es am 1. Spieltag nach Leipzig zum dortigen Handballclub. Die Frauen, die jetzt so richtig im Abstiegskampf der dritten Liga stecken, sind anschließend am 28. Januar beim TV Oyten gefragt.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann – Laas 5, Dehling, Wichmann, Slomka 5, Nawrot 1, Schult 3, Lück, Fischer 2, Jantzen 3, Wolter, Pötzsch 4/3, Klingenberg 2/1.

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