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13. Dezember 2017 | 21:47 Uhr

Judo : „Das Potenzial ist groß“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit Uwe Juch als hauptamtlichen Judo-Trainer möchte der PSV Schwerin wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 23:46 Uhr

In der Judoabteilung des PSV Schwerin ist nach durchaus turbulenten anderthalb Jahren wieder Ruhe eingekehrt. Nach dem Tod des langjährigen Trainers Matthias Hermann war der Verein lange auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Den haben die Verantwortlichen seit Februar diesen Jahres gefunden. Und der neue hauptamtliche Trainer Uwe Juch erweist sich schon nach kurzer Zeit als echter Glücksgriff.

Der gebürtige Hildesheimer will die Judoabteilung wieder kräftig auf Vordermann bringen. „Das Potential in Schwerin ist groß. Die Trainingsbedingungen sind mit dem Sportgymnasium ebenfalls gut“, so der 56-Jährige. Wenn es nach ihm ginge, dann kann sich Schwerin wieder zu einem Stützpunkt entwickeln. „Dafür müssen aber der Verein und auch der gesamte Judoverband-MV mitziehen“, ergänzt Juch. Dabei stützt sich der gelernte Karosseriebauer auf nunmehr fast 50 Jahre Judoerfahrung – erst als Sportler auf der Matte, dann Anfang 20 auch zusätzlich als Trainer. Aus dem anfänglichen Hobby ist dann irgendwann der Beruf geworden.

Angefangen als Koordinator bei seinem Heimatverein Eintracht Hildesheim, übernahm der Familienvater nach mehreren Jahren auf eigene Faust ein Fitnesscenter. „Das war ein Lotteriespiel. Es hätte auch in die Hose gehen können.“ Ging es aber nicht. Mit der Zustimmung seiner Frau übernahm er das Center und machte nebenbei seinen eigenen Judoverein auf – die Judocrocodiles Hildesheim. In den vergangenen zehn Jahren sind dort fünf Bundeskader entstanden, die mehrere Medaillen bei Deutschen Meisterschaften erkämpft haben. Sportler Tim Gramkow ist 2014 sogar Vize-Europameister der U18 geworden.

Solche Erfolge will Uwe Juch langfristig auch mit den PSV-Sportlern feiern. „Meine Sportler in Hildesheim sind groß geworden, da war es an der Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren“, hatte Juch auch keine Angst, in Schwerin aufzuschlagen. „ Natürlich haben meine Frau und ich lange diskutiert und überlegt, ob wir diesen Schritt machen sollen. In Hildesheim sind wir ja verwurzelt.“ Doch mit seiner ruhigen und freundlichen Art hat er sich schnell in Schwerin zurecht gefunden. „Die Sportler haben sich im vergangenen halben Jahr gut entwickelt. So macht das Arbeiten richtig Spaß“, bereitet der Trainer seine neuen Schützlinge im Moment auf die anstehende Meisterschaftsserie Anfang 2016 vor.

Einen Lieblingsplatz hat Uwe Juch in seiner neuen Wahlheimat noch nicht. „Ich bin die meiste Zeit in der Halle und habe daher noch nicht so viel erkundet. Der Schweriner See gefällt mir aber“, so der Trainer. Im Moment nervt ihn nur die Parkplatzsituation in der Schweriner Innenstadt. Doch das kann er durchaus verkraften, wenn die Entwicklung seiner Schützlinge stetig so weiter geht.

Im März 2015 stand er schon an der Matte, als PSV-Judoka Timo Acktun bei den Deutschen U18-Meisterschaften im 55-Kilo-Limit die Bronzemedaille erkämpfte. Seine „Handschrift“ wird sich in den nächsten Jahren zeigen – am liebsten genauso erfolgreich wie zu Hildesheimer Zeiten. Ans Aufhören denkt der Coach sowieso noch nicht. „Erst wenn ich die Techniken nicht mehr demonstrieren kann, wäre es an der Zeit. Aber bis dahin ist hoffentlich noch ein bisschen“, entgegnet Uwe Juch wie gewohnt mit einem Lächeln.

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