Handball : Crivitzer nach Halbzeit chancenlos

Marco Ohm war mit sechs Treffern zweitbester Spieler der  SG Crivitz-Banzkow.
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Marco Ohm war mit sechs Treffern zweitbester Spieler der SG Crivitz-Banzkow.

Die Handballer der SG Crivitz-Banzkow setzten beim Ribnitzer HV auf ihre kompakte Abwehr – am Ende war die nicht ausreichend

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04. März 2014, 08:00 Uhr

Das vierte Auswärtsspiel in Folge führte die Männer der SG Crivitz-Banzkow dieses Mal zum Tabellenvierten der MV-Liga, dem Ribnitzer HV. Die Voraussetzungen bei der SG waren mit den Ausfällen von Wenzke (Kreuzbandriss), Schult (Rippenprellung), Langer (Wadenbeinbruch), Möller (Bänderriss), Link und Lange (Lehrgang) zwar alles andere als ideal, doch wollten sie die guten Trainingseindrücke der letzten Wochen als Anlass nehmen, die Ribnitzer so lange wie möglich zu ärgern. Dies sollte auch gelingen – zumindest in der ersten Halbzeit.

Von Beginn an war zu merken, dass die Hausherren dem Geschehen ihren Stempel aufdrücken wollten. Die Ribnitzer machten Druck und gingen in Führung. Die SG glich im Gegenzug aus und ließ sich auch in der Folge nicht nervös machen, als die Ribnitzer mit 4:2 in Front lagen. Wie schon beim Auswärtssieg in Plau verließ sich die SG auf ihre kompakte Abwehr und stellte den Gegner damit zusehends vor Probleme.

Die logische Konsequenz war nicht nur der 5:5 Ausgleich, sondern wenig später sogar die Führung der Gäste (6:5; 14. Minute). Im Angriff klappte alles und hinten hatte Torhüter Martin Fischer eine bärenstarke Phase. Plötzlich lag der Tabellenachte mit 8:5 in Führung und der Favorit wirkte überrascht. Der Trainer der Ribnitzer reagierte mit einer Auszeit und versuchte seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen – mit Erfolg. Innerhalb weniger Minuten verspielten die Crivitzer nicht nur ihre Führung (8:8), sondern gerieten in der 18. Minute sogar mit 8:10 ins Hintertreffen. Daraufhin legten auch die Crivitzer eine Auszeit ein, um wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bringen – und diese Auszeit zeigte Wirkung. Die SG glich erneut aus und führte in der 26. Minute ihrerseits mit einem Tor (13:12). Ribnitz konnte dann eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff noch auf 14:13 erhöhen.

Die Halbzeit tat den Gästen nicht gut – es dauerte zehn Minuten bis die SG Crivitz-Banzkow ihr erstes Tor erzielen konnte. Bis dahin konnten die Ribnitzer allerdings auf 22:13 erhöhen. In dieser Phase klappte bei den Gästen nichts: Bälle wurden nicht verwertet und die junge Truppe verfiel immer mehr in Einzelaktionen. Die wenigen Wechselmöglichkeiten an Rückraumspielern gaben den Trainern außerdem nicht die Möglichkeit, Ordnung ins Spiel zu bringen. Die Crivitzer berappelten sich jedoch wieder und konnten auf 18:25 verkürzen.

Der Angriff der Gäste war jedoch zu stark für die Jungs der SG. Über die Stationen 18:27, 19:30 und 20:32 konnten die Hausherren ihren Vorsprung weiter ausbauen. Positiv waren zwei starke Aktionen vom Oldie Frank Wopat (45), der aus der 2. Mannschaft zur Unterstützung mitreiste und zwei Tore erzielte. Am Ende verloren die SG-Handballer mit 21:33 und verließen aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit die Spielfläche mit gesenkten Kopf.

„Wir haben zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gesehen, die nur schwer zu erklären sind. In der ersten Halbzeit spielten wir auf Augenhöhe mit und in der zweiten Halbzeit verpassten wir völlig den Start. Das war der Knackpunkt des Spiels“, erklärte Christian Klatt, Trainer der SG Crivitz-Banzkow.

Herausragend bei dem Spiel präsentierte sich Richard Seidel (18 Jahre), der mit einem Doppelspielrecht von Kooperationspartner SV Mecklenburg-Schwerin ausgestattet wurde. „Er hat in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel absolviert und gezeigt, wie gut er sich durch seine Spielpraxis im Männerbereich entwickelt hat“, sagte Klatt beeindruckt. Zudem unterstrich er, dass sechs wichtige Spieler gefehlt hätten, wodurch die SG sehr geschwächt war. „Das konnten wir einfach nicht kompensieren.“

Das nächste Spiel wird erneut ein Kraftakt für die Männer der SG Crivitz-Banzkow. Am Sonnabend geht es von 17 Uhr an in der Sporthalle Crivitz gegen den TSV Bützow 1952. Die Bützower sind einer der Top-Favoriten auf den Landesmeistertitel. „Umso mehr bauen wir auf die Unterstützung unserer Fans aus Crivitz“, sagte der Trainer.

SG Crivitz-Banzkow: Fischer, Drescher – Jesse 3, Schimansky 1, Strauß, Burke 1, Köhn 7/4, Röhrdanz, Seidel 1, Klatt, Wopat 2, Ohm 6/1, Böcker

Ribnitzer HV: Hagen, Kleinecke –Wüstemann 9/1, Gagern 5/1, Dukart 7, Nucklies 2, Johannsen, Brandt 2, Wilczek 2, Wiegratz 3, Krohn 2, Peters 1


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