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11. Dezember 2017 | 05:02 Uhr

Handball : Crivitz im 7. Handball-Himmel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Final-Four-Gastgeberinnen gewinnen Pokalkrimi gegen Grün-Weiß Schwerin II im Siebenmeterwerfen

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 23:10 Uhr

Ein schöneres Abschiedsgeschenk hätten die Handballfrauen des SV Crivitz ihrem Trainer Menc Exner nicht machen können. In der kommenden Saison wird Exner an der Seitenlinie der Drittligafrauen der TSG Wismar stehen – und das als frischgebackener Pokalsieger.

Fans von spannenden Spielen und echten Handball-Krimis kamen am Sonntag, zumindest was das Frauenfinale betraf, voll auf ihre Kosten. Erst im Siebenmeterwerfen gewann der Gastgeber vom SV Crivitz gegen die zweite Mannschaft des SV Grün-Weiß Schwerin mit 4:2. Zuvor lieferten sich beide Mannschaften ein umkämpftes und packendes Endspiel. Dabei hätte die Entscheidung auch schon während der Partie fallen können, doch weder Grün-Weiß Schwerin – beim Stand von 22:20 – gelang der wohl entscheidende Drei-Tore-Vorsprung, als auch Crivitz kurz vor Schluss die Zwei-Tore-Führung (25:24). Das befand auch Crivitz’ Trainer Menc Exner: „Wir hatten schon während des Spiels die Chance, alles klar zu machen, erzielen aber kurz vor Schluss nicht den entscheidenden Zwei-Tore-Vorsprung. Ein Siebenmeterwerfen ist dann am Ende auch immer eine Glückssache.“ Und das Glück sowie die stärkeren Nerven waren auf Seiten der Gastgeber. Während Schwerin zweimal den Pfosten traf, verwandelten die Gastgeberinnen ihre Würfe und jubelten am Ende über den Pokaltriumph. „Glückwunsch nach Crivitz. Uns ist im Finale zu wenig eingefallen, trotzdem hat meine Mannschaft, vor allem die jungen Spielerinnen, gut gespielt und alles gegeben. Am Ende hat Crivitz etwas mehr an sich geglaubt und das Ding hier gewonnen“, zeigte sich Grün-Weiß Schwerin-II-Trainer Steffen Franke nicht nur vom Gegner beeindruckt, sondern zollte auch der gesamten Veranstaltung seinen Respekt. „Crivitz hat das hier alles super organisiert, dass kann man schon einmal hervorheben.“

Die Sporthalle an der Straße der Freundschaft platzte vor Zuschauern und Fans aus allen Nähten. Damit aber alle in den Genuss kamen, die Spiele zu sehen, wurde vor der Halle extra eine Leinwand installiert, die die Spiele übertrug. Das Wetter spielte mit und die Stimmung mit Crivitz als neue Frauen-Pokalsieger war ausgelassen. Nach der obligatorischen Bierdusche für Coach Exner dachte der aber auch schon wieder einen Schritt weiter: „Jetzt wird gefeiert und am Ende noch wieder alles abgebaut.“ Feiern dürfen sie in Crivitz sowieso ausgelassen, war der Pokalerfolg doch nur das I-Tüpfelchen in einer starken Saison, die mit dem Aufstieg – ohne Niederlage – in die MV-Liga gipfelte.

Bei den Männern setzte sich wenig überraschend der HSV Insel Usedom II, angetreten mit den Drittliga- und nicht den Verbandsligaspielern, gegen den Stralsunder HV II im Finale mit 35:30 durch.

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