Handball : Bundesligist machte richtig ernst

Mehrfach stieg Lisa Slomka (r.) höher als die isländische Nationalspielerin und Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdóttir. Slomka traf gegen Borussia Dortmund vier Mal.
Mehrfach stieg Lisa Slomka (r.) höher als die isländische Nationalspielerin und Kreisläuferin Hildigunnur Einarsdóttir. Slomka traf gegen Borussia Dortmund vier Mal.

Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin verlieren zweite Runde des DHB-Pokals gegen Borussia Dortmund mit 16:51 (10:22)

svz.de von
06. Oktober 2018, 23:58 Uhr

Auch nach Spielschluss hatten die Schweriner Handballdamen ihr Lächeln nicht verloren. Zwar musste der Drittligist in der zweiten Runde des DHB-Pokals gegen Bundesligist und Europacup-Teilnehmer Borussia Dortmund die erwartete Niederlage einstecken, allerdings fiel die mit 16:51 höher aus, als erhofft. Der guten Schweriner Laune tat dies aber kein Abbruch. „Bei sowas darf man nicht traurig sein. Es ist doch von vornherein klar, dass wir verlieren. Wenn man aus so einem, ich sage mal, unwichtigen Spiel schlecht gelaunt raus geht, dann nimmt man sich insgesamt den Spaß“, befand Hannah Jantzen nach Spielschluss und überlegte, ob sie noch mit Vereinskollegin Lisa Slomka die ein oder andere BVB-Spielerin nach einem gemeinsamen Erinnerungsfoto fragen sollte.

Zuvor hatten die Schwerinerinnen auf der Platte, vor allem in den ersten zehn Minuten, eine Menge Spaß. Allein Lisa Slomka netzte dreimal gegen die ehemalige Nationaltorhüterin Clara Woltering ein, Schwerin lag nur denkbar knapp mit 5:7 (10.) im Hintertreffen. Dann zogen die Gäste aber richtig an und ließen bis zum Schlusspfiff nicht mehr nach. Nach einem 10:22 zur Pause machte Dortmund mit einer fast komplett neuen „Sieben“ weiter ernst und enteilte Tor um Tor. Phasenweise stimmte dabei das Schweriner Rückzugsverhalten Mitte der zweiten Hälfte nicht, verübeln konnte es den Landeshauptstädterinnen auf der Platte aber niemand. Beim Stand von 14:40 läuft es sich bedeutend schwerer nach hinten, als bei einem engen Spielstand. „Sie haben uns zum Schluss echt überrannt, obwohl wir so gut trainiert haben. Dortmunds Dynamik ist schon beeindruckend. Das ist ein Riesenunterschied im Vergleich zu unserer Liga“, sagte Hannah Jantzen. Schwerins beste Torschützin Lisa Slomka hat es aber dennoch gefallen: „Bundesliga ist nur einmal Jahr. Es ist einfach geil, gegen eine Mannschaft mit Nationalspielerin zu spielen.“

Im nächsten Liga-Spiel sieht die Grün-Weiße Welt dann wieder anders aus, der Druck, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt ist zu holen, ist dann wieder groß. Da war die Partie gegen Dortmund eine willkommene Abwechslung, zumal Trainer Steffen Franke allen Schweriner Akteurinnen Spielanteile gab. Ein Foto haben Slomka und Jantzen übrigens dann auch ohne zu Fragen bekommen. Mit allen Schweriner sowie Dortmunder Spielerinnen. Eine schöne Erinnerung – so verliert man den Spaß mit Sicherheit nicht.

SV Grün-Weiß Schwerin: Huysmann, Pöschel – Schmidtke 2, Schulz, Dehling 1/1, Wichmann 3, Petereit 1, Lück, Fischer 1, Jantzen, Evangelidou 1, Slomka 4, Alm, Heinke 3.

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