Profi-Boxen : Brähmer in toller Frühform

Weltmeister Jürgen Brähmer (l.) und sein zwölf Zentimeter größerer Herausforderer im WM-Kampf am 5. April in Rostock, der Waliser Enzo Maccarinelli, mit dem Plakat des Kampfabends
Weltmeister Jürgen Brähmer (l.) und sein zwölf Zentimeter größerer Herausforderer im WM-Kampf am 5. April in Rostock, der Waliser Enzo Maccarinelli, mit dem Plakat des Kampfabends

Vorbereitung für WM-Kampf in Rostock läuft fast zu gut / Trainer Röwer: Noch mal ein bisschen kaputtspielen

von
19. März 2014, 18:10 Uhr

Die Titelverteidigung von Boxweltmeister Jürgen Brähmer gegen Enzo Maccarinelli (Wales) am 5. April in Rostock wirft bereits ihre Schatten voraus, selbst das Sparring ist längst in seine heiße Phase gerückt. Einem US-Boxer und einem aus Tschechien heizt der WBA-Halbschwergewichtschampion bereits seit zehn Tagen im Trainingslager in Güstrow mächtig ein. Zudem hat der 35-Jährige im Ring der LSB-Sportschule auch etliche Runden gegen seine Sauerland-Stallgefährten Erik Skoglund und Enrico Kölling hinter, aber ebenso noch vor sich.

„Ich bin sehr zufrieden. Was Jürgen zum Beispiel am Montag im Ring gezeigt hat, das sah schon richtig gut aus“, schwärmte Trainer Karsten Röwer, „vielleicht ist er sogar schon ein bisschen zu früh zu gut in Form.“

Der Schweriner ist jedoch erfahren genug, seinen Schützling zeitlich genau auf den Punkt zur Topform zu bringen. „Ich werde ihn einfach noch einmal ein bisschen kaputtspielen.“ Das macht er, indem er im Sparring beispielsweise die Rundenzahl erhöht oder Brähmer nacheinander zwei Gegner vorsetzt.

Doch auch der Spaß kommt in Güstrow nicht zu kurz. So wird am Tage gern auch Volley- oder Fußball gespielt, „was für Jürgen ganz wichtig ist“, so Röwer, oder am Abend mal gepokert, „was aber die anderen mehr begeistert als Jürgen“.

Die anderen, das sind nicht zuletzt die beiden WBO-Juniorenweltmeister Enrico Kölling (24/Halbschwer) und Tyron Zeuge (21/Supermittel), die ebenfalls in Rostock boxen. Wer dort Köllings Gegner sein wird, steht noch nicht fest. Seit gestern aber ist klar, dass Zeuge seinen Titel gegen den Rumänen Gheorghe Sabau verteidigen muss. „Sabau versucht immer, dem Gegner seinen Stil aufzuzwingen. Das wird nicht einfach für Tyron und sicherlich ein interessanter Kampf“, sagt Röwer.

Den erwartet der 51-Jährige auch für seinen Weltmeister gegen Maccarinelli, der bis zu einer verlorenen Titelvereinigung gegen seinen britischen Landsmann David Haye 2008 gut eineinhalb Jahre sogar Weltmeister eine Klasse höher, im Cruisergewicht, war. „Der ist zäh, ausdauernd und immer top vorbereitet. Der kann zwölf Runden marschieren, aber er ist auch anfällig für Wirkungstreffer“, schätzt der Trainer ein.

Vor allem aber wird Maccarinelli für den Rostocker Kampfabend jede Menge Landsleute von der britischen Insel im Schlepptau haben. Und die können bekanntlich richtig Stimmung machen…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen