Fussball : Bitter – starker Pokalfight des FCM wurde nicht belohnt

FCM-Kapitän Tino Witkowski erzielte gegen Torgelow vom Elfmeterpunkt den 1:1-Ausgleich und hatte dann auch noch das 2:1 auf dem Fuß, vergab die Chance aber. Schwerin musste sich am Ende mit 1:2 geschlagen geben.
FCM-Kapitän Tino Witkowski erzielte gegen Torgelow vom Elfmeterpunkt den 1:1-Ausgleich und hatte dann auch noch das 2:1 auf dem Fuß, vergab die Chance aber. Schwerin musste sich am Ende mit 1:2 geschlagen geben.

FC Mecklenburg Schwerin verpasst nach 86 Minuten in Unterzahl und 1:2-Niederlage gegen den Torgelower FC den Sprung ins Pokal-Finale

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16. August 2020, 18:21 Uhr

Bitter – anders lässt sich das 1:2-Halbfinal-Aus des FC Mecklenburg Schwerin im Landespokal am Sonnabend im heimischen Sportpark Lankow gegen den Torgelower FC Greif kaum beschreiben. Satte 86 Minuten agierte der Verbandsligist aus Schwerin nach einer frühen Notbremse und anschließenden Roten Karte von Jan Deters in Unterzahl. Nur wenige Minuten nach dem ersten Nackenschlag folgte mit dem 0:1 von Torgelows Maximilian Warnke nach einer Ecke direkt der nächste, nur um nach dem Ausgleich kurz vor der Pause vom Elfmeterpunkt – Kapitän Tino Witkowski traf – den entscheidenden Gegentreffer in der letzten Minute der Nachspielzeit durch Marcin Juszczak zu kassieren. Besonders ärgerlich: Die Hausherren waren im ersten Durchgang nicht nur ebenbürtig, sondern in Hälfte zwei auch die Mannschaft mit den besseren Chancen.

Das Finale am Sonnabend im Ostseestadion haben die Schweriner nun aber verpasst. „Jetzt überwiegt erstmal die Enttäuschung. Wenn du so einen Fight ablieferst und in der letzten Minute das entscheidende Gegentor bekommst, dann ist das bitter. Das ist jetzt so, wenn wir aber eine Nacht drüber schlafen, überwiegen sicherlich die Freude und der Stolz über das Riesenspiel, was wir gemacht haben“, kommentierte Torschütze Tino Witkowski.

Der Kapitän zeigte sich in der 45. Minute nach einem Foul im Strafraum an Berg Pekgür vom Punkt treffsicher und gab der Mannschaft so neue Hoffnung, in Unterzahl den höherklassigen Gegner zu bezwingen. Die Schweriner haben sich nach einer kleinen Schockstarre regelrecht in die Partie gebissen, waren dem Torgelower FC läuferisch überlegen und ließen sich den fehlenden Mann auf dem Platz kaum anmerken. Mit dem Happy-End hat es aber nicht geklappt, weil der FCM im zweiten Durchgang zu fahrlässig mit seinen Chancen umging. „Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Wir waren dreimal alleine vorm Torwart. Diese Chancen musst du in so einem Spiel dann aber auch machen“, so Witkowski, der selber nach 66 Minuten frei vor Gäste-Keeper Nico Barz auftauchte, diesen aber nur anschoss. Rafael Cruz in der 71. und Nico Zapel in der 81. schafften es ebenfalls nicht, den Ball aus mehr als aussichtsreichen Positionen im Kasten unterzukriegen. So lieferten sich beide Mannschaften bei hochsommerlichen Temperaturen in den Schlussminuten einen offenen Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die Gäste, die mit dem Schuss an den Innenpfosten, der anschließend ins Tor rauschte, das Glück auf ihrer Seite hatten.

„Wir haben wieder eine geile Pokalsaison gespielt und nächstes Jahr greifen wir wieder an“, sagte Tino Witkowski abschließend. Kommendes Wochenende spielen die Teams aus MV bereits die erste Runde des neuen Landespokals aus. Der FC Mecklenburg hat dann aber spielfrei, hätte er doch ein mögliches Finale spielen können. Die Schweriner greifen also erst in der zweiten Runde ins Geschehen ein. Am 29. August startet für die Mannschaft von Trainer Stefan Lau dann die neue Verbandsliga-Saison mit einem Heimspiel gegen den SV Warnemünde.

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher – Lachnitt, Deters, Janelt (46. Gstettner) – Studier, Cunrady, Witkowski, Zapel, Pekgür – Cruz (75. Nauhan Barbosa Dos Santos), Wurr (11. Werder).

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