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19. Oktober 2017 | 05:54 Uhr

Handball : „Berlinphobie“ ad acta gelegt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ostsee-Spree-Oberliga: BFC Preussen – Grün-Weiß Schwerin 18:22 (10:9)

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2017 | 23:56 Uhr

Im dritten Spiel des neuen Jahres bejubelten die Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin in der Ostsee-Spree-Oberliga ihren dritten Sieg. Beim BFC Preussen siegten die Schwerinerinnen mit 22:18. Damit kann die Auswärtsschwäche, vor allem die „Berlinphobie“, wohl endgültig zu den Akten gelegt werden. Vor allem die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande kam, war beeindruckend. Erstmals waren alle Spielerinnen an Bord, was natürlich Trainer Tilo Labs besonders freute, konnte er so doch aus dem Vollen schöpfen. Das machte sich vor allem in Halbzeit zwei bemerkbar, als sich die Schwerinerinnen auch auf Grund ihrer Wechselmöglichkeiten einen Vorsprung erarbeiteten und diesen nicht wieder hergaben.

Aber der Reihe nach: Grün-Weiß ging zunächst in Führung (1:0 und 2:1), die hielt allerdings nur wenige Minuten. Danach legten die Berlinerinnen los und eroberten sich die Führung, allerdings ließen die Gäste nie mehr als zwei Tore Differenz zu (2:4 und 8:10). Man schenkte sich also nichts, beide Abwehrreihen dominierten das Geschehen. Dazu kamen technische Fehler auf beiden Seiten, so dass nur wenige Tore bis zur Pause fielen. Nach 30 Minuten führte der BFC Preussen mit 10:9 und Erinnerungen an den Vortag kamen auf, als die Jugendbundesligamannschaft der Grün-Weißen ebenfalls mit einem Tor zur Halbzeit zurück lag, in der zweiten Hälfte das Spiel aber noch in beeindruckender Manier drehte.

Genau das gelang den Frauen nun auch. Sie kamen wacher und präsenter aus der Kabine, spielten viel druckvoller nach vorne und rührten in der Defensive Beton an. Schnell machten die Damen aus dem Norden aus dem Rückstand einen Zwei-Tore-Vorsprung (12:10 und 14:12). Angeführt von einer starken Regisseurin Wendy Künzel im Angriff konnte der Vorsprung nicht nur gehalten, sondern sogar ausgebaut werden. Beim 17:13 nach 45 Minuten waren es erstmals vier Tore. Bis dahin erzielten die Berlinerinnen lediglich drei Tore, was deutlich machte, wie stark Dehling, Klingenberg, Nawrot und Co. in der Defensive arbeiteten. Der BFC wurde nun immer unsicherer, fabrizierte Abspielfehler, die zu leichten Ballgewinnen der Grün-Weißen führten. „Nach 50 Minuten, als Christin Wolter das 20:15 erzielte, habe ich an den Sieg geglaubt, weil meine Mannschaft zu dem Zeitpunkt dem Spiel klar den Stempel aufgedrückt hat“, so ein entspannter Trainer Labs nach dem Spiel im Bus.

Tatsächlich spielte Schwerin die Partie souverän zu Ende, beendete damit endgültig die „Berlinphobie“ und behauptet sich so weiterhin in der Spitzengruppe der Ostsee-Spree-Oberliga. „Jetzt haben wir erst einmal drei Wochen Pause, bevor es zu Hause gegen Angermünde weiter um Punkte geht. Gerade für die jungen Spielerinnen, die an diesem Wochenende zwei schwere Spiele bestritten, ist erst einmal Regeneration angesagt. In den Ferien geht es dann weiter“, gab Tilo Labs einen kurzen Ausblick auf die kommende Zeit. Das Heimspiel gegen Angermünde findet am 18. Februar statt.

Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Huysmann; Schmidtke 2, Fischer 1, Laas 4, Dehling, Slomka 1, Künzel 7/3, Nawrot, Jantzen, Evangelidou, Wolter 5, Pötzsch 2, Klingenberg.



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