Handball : Berlin erneut keine Reise wert

Adriana Celka, hier gegen Angermünde, erzielte gegen ProSport 24 fünf Treffer. Für Punkte hat das aber nicht gereicht.
Adriana Celka, hier gegen Angermünde, erzielte gegen ProSport 24 fünf Treffer. Für Punkte hat das aber nicht gereicht.

Ostsee-Spree-Oberliga: ProSport 24 Berlin – Grün-Weiß Schwerin 24:23 (10:13)

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09. November 2015, 23:22 Uhr

15 desolate Minuten der Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin zu Beginn der zweiten Halbzeit beim Berliner Verein ProSport 24 reichten, um am Ende bei der 23:24-Niederlage ohne Punkte die Heimreise aus der Bundeshauptstadt anzutreten.

Die Schweriner Damen um Steffi Laas hatten sich durchaus vorgenommen, ihre Siegesserie weiter auszubauen und so begann zunächst auch alles nach Plan. Grün-Weiß spielte seine Angriffe aus, war zunächst auf Augenhöhe mit dem Gegner und erspielte sich zur Halbzeit beim 13:10 einen Drei-Tore-Vorsprung. Doch anstatt direkt nach Wiedernanpfiff nachzulegen und die Führung weiter auszubauen, brachten sich die Landeshauptstädterinnen selbst um den Lohn. Aus dem 13:10 wurde innerhalb von nur 15 Minuten ein 13:18. In der Offensive machten die Damen von Trainer Andreas Sarakewitz zu viele Fehler und trafen kaum aus dem Rückraum, die Defensive dagegen stand nicht mehr so stabil wie noch in der ersten Halbzeit. Lediglich Adriana Celka und Steffi Laas hielten vorne dagegen und versuchten, wieder Ruhe ins Spiel zu bringen.

Trotzdem fiel der erste Schweriner Treffer zum 14:18 erst in der 42. Minute, danach allerdings berappelten sich die Gäste wieder. Die sich bietenden Kontersituationen wurden genutzt und auch von den Außenpositionen war Schwerin erfolgreich. Dazu kam mit Susi Grimm die etatmäßige Torfrau der zweiten Mannschaft ins Spiel und entschärfte in den folgenden Minuten gleich mehrere Würfe der Berlinerinnen, so dass die Gäste sich wieder heran arbeiteten. Tatsächlich gelang über die Stationen 18:20 und 19:22 beim 22:23 zunächst der Anschluss. Als Susi Grimm auch noch drei Minuten vor Spielende einen Strafwurf der Gastgeberinnen hielt, war Schwerin auf dem Weg zum Unentschieden – zeigte dann aber doch Nerven und musste sich am Ende mit einem Tor geschlagen geben.

Es fehlte in diesem Spiel einfach die Konstanz bei den Grün-Weißen, denn auch in dieser Liga muss man über sechzig Minuten hochkonzentriert bei der Sache bleiben. Am kommenden Wochenende ist Punktspielpause, da die A-Junioren in der Jugend-Bundesliga ihr letztes Vorrundenturnier im thüringischen Bad Langensalza spielen.

SV Grün-Weiß Schwerin: Klasen, Grimm – Laas 6, Wichmann 1, Petereit, Nawrot, Lück 2, Evangelidou 1, Wolter 1, Panzer 5, Wieck 1, Celka 5/1, Powierski 1/1.

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