Judo : Ausbeute nochmals getoppt

Nehmen Kurs auf die nordostdeutschen Meisterschaften: die U18-Judoka des PSV Schwerin und des 1. Schweriner JC Fotos: Jörg Dobbert
1 von 2
Nehmen Kurs auf die nordostdeutschen Meisterschaften: die U18-Judoka des PSV Schwerin und des 1. Schweriner JC Fotos: Jörg Dobbert

Judoka aus Schwerin und Holthusen holen bei MV-Titelkämpfen in der U15, U18 und U21 insgesamt 45 Medaillen

von
28. Januar 2020, 18:21 Uhr

Der Mitgliederschwund, den zahlreiche Spitzensportverbände verzeichnen, macht auch vor dem Deutschen Judobund nicht halt. Etwa 200 000 Mitgliedern 2005 stehen heute (Stand 1. Januar 2019) 139 000 gegenüber. Das macht sich selbstverständlich auch in Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. So sind die Zeiten mit richtig gut gefüllten Wettkampflisten bei Landesmeisterschaften bereits seit mehreren Jahren vorbei. An Erfolgen mangelt es dem JVMV unterdessen nicht. So erkämpfte sich erst am vergangenen Wochenende Annika Würfel vom VfK Bau Rostock den deutschen Meistertitel bei den Frauen, obwohl sie noch in der U21 startberechtigt ist. Im Nachwuchs schaffen es ebenfalls Jahr für Jahr Sportler, bei nationalen Titelkämpfen auf dem Treppchen zu landen. Das soll auch 2020 klappen. Bis dahin ist es allerdings ein langer Weg, mussten doch zunächst einmal die Landesmeisterschaften überstanden werden.

Das schafften die Judoka des SFV Holthusen, des 1. Schweriner JC und des PSV Schwerin jetzt in Greifswald in der U15, U18 und U21 mit Bravour. Holten die drei genannten Vereine im Vorjahr 36 Medaillen, so toppten sie in diesem Jahr das Ergebnis noch einmal und beschmückten sich insgesamt mit 45 Plaketten. „Die Beteiligung fand ich besser als im Vorjahr, das Niveau hätte in der Breite besser sein können. Vereinzelt tummeln sich im Land aber richtig gute Leute, vor allem die, die bereits auf einer anderen Ebene gekämpft haben, waren sehr dominant“, resümierte SJC-Trainer Peter Schneider und hatte da vor allem Tia Scheerat, Hannah Bröder und auch Matthes Franck im Kopf. Franck heimste in der U18 und in der U21 den Titel ein, bestritt dabei allerdings keinen echten Kampf, fehlte es doch an Gegnern. Die warten für das Talent vom PSV Schwerin nun aber bei den nordostdeutschen Meisterschaften. Bundeskader Tia Scheerat ging, so wie auch Mareike Schüch, ebenfalls mit zwei Goldmedaillen in der U18 und U21 nach Hause. Antonio Knye verpasste das zwar knapp, konnte mit seinem Titel in der U18 und seinem zweiten Platz in der U21 dennoch zufrieden sein. Tristan Maninger und Lilly Conell platzierten sich ebenfalls in beiden Altersklassen. Allgemein holten sich die Judoka der drei Vereine satte 15 Goldmedaillen und dominierten damit in allen drei Altersklassen über weite Strecken das Geschehen.

Für viele soll nach den Landesmeisterschaften aber noch nicht Schluss sein. Am 15. Februar geht es für die U18 und U21 mit den nordostdeutschen Meisterschaften in Strausberg weiter. Dann treffen die besten MV-Athleten auf die Top-Leute aus Berlin und Brandenburg. Ein Platz auf dem Podest dürfte dann das Ziel sein, bedeutet das doch gleichzeitig die Qualifikation zu den nationalen Titelkämpfen.

Für die Sportler der U15 werden die nicht ausgetragen. So sind die „Nordostdeutschen“ zumindest in der Meisterschaftsserie das höchste der Gefühle. Die ein oder andere Edelplakette soll natürlich auch hier herausspringen. Die U15 kämpft am 16. Februar ebenfalls in Strausberg.

Alle Schweriner und Holthusener Ergebnisse der Landesmeisterschaften finden sich im Ergebnisblock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen