Laufsport : Aufs Tempo kommt es nicht an

Beim 1. Schweriner Seen-Trail gingen acht Sportlerinnen und Sportler an den Start.
Beim 1. Schweriner Seen-Trail gingen acht Sportlerinnen und Sportler an den Start.

60 Kilometer langer Schweriner Seen-Trail will sich im Laufkalender etablieren

svz.de von
06. April 2017, 23:27 Uhr

Beide Schweriner Seen auf einmal zu umrunden, ist auch für erfahrene Läufer eine Besonderheit. Das haben sich einige Sportler des Schweriner Triathlon-Vereins Tri-Sport Schwerin e.V. gedacht und jetzt den Schweriner-Seen-Trail organisiert. Ein Lauf über 60,1 km, der damit auch als so genannter Ultralauf gilt, und was für einer. „Das ist der Schönste im Norden“, war sich Robert Pöttger sicher. Er war aus Remshalden in der Nähe von Stuttgart gekommen und kennt sich in der Ultramarathon-Szene aus. Pöttger war einer der acht Läufer, die sich beim Debüt auf den Weg gemacht haben.

Die Schweriner Sportler Birger Bösel von der Laufgemeinschaft Schwerin und Christian Riekoff vom Tri-Sport Schwerin nutzten den Lauf als Trainingswettkampf für weitere Laufherausforderungen, wie den Zugspitz-Trail oder den Chiemgauer über jeweils 100 Kilometer.

Neben der liebevollen und gelungenen Organisation hat es den Teilnehmern vor allem die Natur angetan. „Wir wissen, dass wir eine einmalige Landschaft vor der Haustür haben und mussten das nun endlich einmal für einen Lauf ausnutzen“, sagte Organisator Frederic Werner, der auch selber mitlief und in 4 Stunden und 57 Minuten der schnellste Läufer auf der auch für ihn neuen Herausforderung war. „Laufend kann man die beiden Seen fast immer an der Uferlinie umrunden, das gelingt selbst mit dem Fahrrad nicht und die Strecke ist eine gute Abwechslung aus unwegsamem Wald, gut zu laufenden Feldwegen und entspannenden Radwegen. Eine Mischung, die auch für Anfänger einen Einstieg in lange Strecken möglich macht.“

Gleichzeitig ist allen natürlich bewusst, dass solch eine Anstrengung auch gut vorbereitet sein muss, auch wenn es hier nicht unbedingt auf die Geschwindigkeit ankommt. Beim Ultralauf hilft man sich gegenseitig und wartet im Ziel auch auf den Letzten. Daher sind die Organisatoren gespannt, ob sich im nächsten Jahr noch mehr Läuferinnen und Läufer von der tollen Landschaft begeistern lassen und für den „schönsten Ultralauf in Norden“ nach Schwerin kommen.

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