Triathlon : Auf die Tausendstel kam es an

Glücklich: Dennis Kruse mit EM-Medaille und Freundin  Dominique
Glücklich: Dennis Kruse mit EM-Medaille und Freundin Dominique

Triathlet Dennis Kruse erkämpft sich bei 70.3-EM denkbar knapp Rang drei

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11. August 2015, 12:44 Uhr

„Sch..., nur die Holzmedaille.“ Das dachte sich der Schweriner Triathlet Dennis Kruse (Foto) im ersten Moment, als er am Sonntag die SMS-Glückwünsche zu seinem vierten Platz in der AK 25-29 bei den 70.3-Europameisterschaften (1,9 km Laufen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) im hessischen Wiesbaden gelesen hatte. „Ich hatte mein Handy im Wechselbeutel und hab dann auf dem Weg zu den Duschen, wo auch die Ergebnislisten hingen, die Glückwünsche gesehen und war dann etwas genickt. So knapp am Podest vorbeizuschrammen ist ja auch ärgerlich“, so der 26-Jährige.

Die Überraschung sah Kruse dann auf den ausgehängten Listen. Dort wurde er als Dritter seiner Altersklasse geführt. Nachfrage beim Organisationsteam brachte dann erste Klarheit: Alle Ergebnisse im Internet waren vorläufig. Da die Sportler nicht alle zeitgleich gestartet sind, sondern beim Schwimmen in Reihen standen, ergaben sich zunächst unterschiedliche Zeiten, die dann korrigiert wurden. Erst bei der Siegerehrung hatte Dennis Kruse Gewissheit und die Bronzemedaille in den Händen. Insgesamt 4h31:05 brauchte der Schweriner für die halbe Ironman-Distanz. Genauso lange wie der Viertplatzierte Marc Unger – nur das Kruse am Ende 15 Tausendstel schneller war.

Dabei lief es gut für Dennis Kruse. Einen Top-Ten-Platz angepeilt, stieg er als Dritter seiner Altersklasse aus dem Wasser. „Auf dem Rad lief es dann richtig rund. Ich bin kurzzeitig sogar Erster gewesen. Mit meinen ersten beiden Laufrunden bin ich gar nicht zufrieden. Die dritte Runde war gut und in der vierten war ich am schnellsten. Aber da muss ich noch besser werden“, resümierte Kruse nach dem Rennen. Insgesamt wurde der Schweriner 33. von 260 Startern (mit Profis).

Das nächste Highlight steht dann auch schon fast vor der Tür. Am 30. August startet Kruse zusammen mit Vater Michael, Cornelius Wehrmann und Frank Baalcke bei den 70.3-Weltmeisterschaften in Zell am See in Österreich. Dann als frischgebackener Dritter der Europameisterschaften.

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