Ruder-WM in Sarasota : „Attacke ist angesagt“

Der Deutschland-Achter mit seinem Schweriner Schlagmann Hannes Ocik (2. v. r.) will heute Abend als Vorlaufsieger direkt ins WM-Finale am Sonntag einziehen.
Der Deutschland-Achter mit seinem Schweriner Schlagmann Hannes Ocik (2. v. r.) will heute Abend als Vorlaufsieger direkt ins WM-Finale am Sonntag einziehen.

Achter-Schlagmann Hannes Ocik will mit dem deutschen Paradeboot heute direkt ins WM-Finale fahren

svz.de von
26. September 2017, 12:00 Uhr

„Attacke ist angesagt. Wir wollen zum Saisonhöhepunkt bei der Ruder-WM Gold holen. Das motiviert mich megamäßig“, sagt der Schweriner Schlagmann des Deutschland-Achters, Hannes Ocik. Heute Abend ab 19.40 Uhr (MESZ) beginnt in Sarasota (US-Bundesstaat Florida) für das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes der Vorlauf im Titelkampf. Dabei kann das „grüne Ungeheuer“ den beiden vermeintlich stärksten Rivalen Großbritannien und Australien aus dem Weg gehen. Statt dessen trifft man auf die Ukraine, Rumänien, Neuseeland, Polen und auf Gastgeber USA.

Die Männer um den Landeshauptstädter möchten nach vier Vize-Weltmeistertiteln in Serie den Bock endlich umstoßen. 2011 im slowenischen Bled hatte das Paradeboot letztmals in führender Position den Zielstrich überquert. Damals war der in der Schweriner Rudergesellschaft 1874/75 beheimatete Hannes noch U23-Weltmeister im Vierer ohne Steuermann. Seit 2013 – mit der krankheitsbedingten Pause des Folgejahres – ist der 26-Jährige nicht mehr aus dem Achter wegzudenken.

Steuermann Martin Sauer (Berlin) beurteilt den vierfachen Europameister und Olympiazweiten von Rio so: „Hannes ist unheimlich ehrgeizig, stellt an sich und andere hohe Anforderungen.“

Zehn Rennen, alles Siege – das ist die bisherige Saisonbilanz des gegenüber Rio auf fünf Positionen neu besetzten Achters. Der Heißhunger auf Erfolg ist ungebrochen. „Ich weiß, was meine Jungs können. Sie wollen die Dominanz der Briten kippen“, sagt Bundestrainer Uwe Bender. „Wir werden keinen unterschätzen. Vollgas wird bereits im Vorlauf angesagt sein, denn nur der Erste zieht direkt ins Finale ein. Die Temperaturen mit der hohen Luftfeuchtigkeit sind zwar sehr intensiv, doch damit werden wir zurechtkommen“, fügt Hannes Ocik hinzu.

Mecklenburgs einzige WM-Amazone Julia Leiding (Rostock) bekommt es mit Partnerin Carlotta Nwajidi (Hannover) im Vorlauf mit dem Olympiadritten Litauen sowie Europameister Tschechien zu tun. Zum Weiterkommen reicht Rang drei.

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