Fußball Landesliga West 19. Spieltag : Weitere bittere Heimpleite

Etwas Hoffnung im Wariner Spiel, gerade hatte Kamil Lechocki (17, liegend) zum 1:4 getroffen.
Etwas Hoffnung im Wariner Spiel, gerade hatte Kamil Lechocki (17, liegend) zum 1:4 getroffen.

FC Seenland Warin – SG 03 Ludwigslust/Grabow 2:6 (0:2)

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10. März 2019, 23:33 Uhr

Mit dieser 2:6-Niederlage gegen die SG03 Ludwigslust/Grabow haben die Wariner wohl auch den letzten Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt verspielt. Auch gegen den unmittelbaren Mitkonkurrenten im Abstiegskampf setzte es einen so nicht erwarteten Dämpfer. Dabei gaben die Leistungen der vergangenen Spiele und auch das ordentliche Training unter der Woche Anlass zur Hoffnung auf ein erfolgreiches Spiel.

Bis auf eine knappe Viertelstunde der zweiten Halbzeit, fanden die Seenland-Kicker eigentlich nie richtig ins Spiel. Bei sehr windigem Wetter und einem etwas tiefem, aber noch gut bespielbarem Platz, sahen die mehr als 100 Zuschauer erst nach 25 Minuten den ersten gelungenen Angriff der Gastgeber. Aber auch hier wurde der entscheidende Moment des Abschlusses im gegnerischen Strafraum verpasst.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Platzherren allerdings auch schon mit 0:2 zurück. Gleich zu Beginn nutzten die sehr couragiert auftretenden Gäste nach einem weiten Freistoß aus der eigenen Hälfte in den Wariner Strafraum, nach zu kurzer Abwehr der Rot-Weißen ihre erste Chance durch Boris Baerwinkel (11.) zum 0:1. Drei Minuten später schockten sie die Gastgeber erneut mit einem schnellem Gegenstoß zum 0:2 durch Benjamin Orlovius (14.).

Durch diesen frühen Rückstand wirkte das Spiel der Wariner Mannschaft nun noch zerfahrener. In der 20. Spielminute hätte der Gastgeber beinahe ein weiteres Gegentor kassiert. Zumeist rannten sich die Einheimischen kurz vor dem gegnerischen Strafraum an der dicht gestaffelten SG-Abwehr fest. Ein deutliches Manko der Wariner war, dass fast jeder so genannte zweite Ball beim Gegner landete. Nachdem die Gäste kurz vor der Pause noch zwei Möglichkeiten nach Kopfbällen hatten (42. und 44.), ging es mit dem 0:2-Rückstand in die Kabinen.

Auch mit Beginn der zweiten Halbzeit war keine Verbesserung im Spiel der Seenländer zu registrieren. Immer wieder kamen schon durch ungenauen Spielaufbau die Gäste zu einfachen Ballgewinnen. Nach einer undurchsichtigen Situation im FC-Strafraum, abermals nach einem Freistoß von der rechten Seite, konnte erneut nicht konsequent genug geklärt werden. Plötzlich lag der Ball, wohl nach einem Eigentor, zum 0:3 (50.) im Wariner Tor. Nach einem weiterem Fehlabspiel der Seenländer machte Ole Baerwinkel mit dem 0:4 (55.) kurz darauf eigentlich alles klar für die Gäste.

Aber die Wariner steckten nicht auf und wurden nach einem Vorstoß über die rechte Seite von Dmytro Lahola durch den erfolgreichen Abschluss von Kamil Lechocki mit dem 1:4 (59.) belohnt. Plötzlich ging noch etwas. Irgendwie wachgerüttelt, verkürzten die Wariner nur zwei Minuten später per Abstauber durch den eingewechselte Gomes Clemilton auf 2:4 (61.). Der kleine Clemilton hatte dann auch noch die Möglichkeit zum dritten Treffer auf dem Fuß. Er scheiterte aber am sonst kaum geprüften SG-Torhüter (63.).

In dieser dann nur kurzen Druckphase kam auch etwas mehr Hektik ins Spiel. Dafür sorgte nicht zuletzt Schiedsrichter Heidemann (FC Anker Wismar), der mit einigen nur schwer nachvollziehbaren Entscheidungen für unnötigen Unmut auf und neben dem Platz seinen Teil dazu beitrug. Ansonsten war es eine weitestgehend faire Partie (5 x Gelb). Mit dem 2:5 nach einem erfolgreichem Konter löschte dann Orlovius mit seinem zweitem Treffer das kurz auflodernde Feuer im Wariner Spiel (72.). Den Endstand zum schon blamablen 2:6 markierte dann Marc Thore Schulz in der 81. Minute.

Damit revanchierten sich die Ludwigslust/Grabower Männer sehr eindrucksvoll für die 0:1-Niederlage im Hinspiel.

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