Judo : Turnier-Premiere auf der Tatami

Die JVB-Gruppe (v.l.): Betreuerin Maren Eilenberger-Czwalinna, Philipp Knetsch, Borwin Tauscher, Julien Orthmann, Paul Hoddow, Ricco Nehls, Tareck Rhode, Tristan Krohn und Niclas Voigt als Kampfrichter
Die JVB-Gruppe (v.l.): Betreuerin Maren Eilenberger-Czwalinna, Philipp Knetsch, Borwin Tauscher, Julien Orthmann, Paul Hoddow, Ricco Nehls, Tareck Rhode, Tristan Krohn und Niclas Voigt als Kampfrichter

Judokas aus Brüel suchten beim Osterhasenturnier der Judoanfänger in Schönberg nicht erfolglos den Sieg

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20. April 2015, 22:20 Uhr

Ein gut organisiertes, kleines, gemütliches und anfängergerechtes Turnier wurde in Nachbereitung der Osterfeierlichkeiten traditionsgemäß vom Judo-Verein Schönberg am durchgeführt. An den Start gingen dieses Jahr 28 kleine Kämpferinnen und Kämpfer aus sechs Vereinen, sodass der Judo-Verein Brüel mit sieben Teilnehmern genau ein Viertel aller stellten konnte. Mitkämpfen durften nur ,,Judo-Hasen‘‘ im Alter bis maximal neun Jahren und einer Höchstgraduierung nicht höher als den gelben Gürtel. Es wurde in ganz kleinen Gewichtsklassen gekämpft und zwar gemixt.

Bestens betreut durch Maren Eilenberger-Czwalinna gingen die Jungs vom Judo-Verein Brüel, alles Weißgurtträger und junge Anfänger, in ihre Kämpfe. Neben Tristan Krohn, Philipp Knetsch, Tareck Rhode, Paul Hoddow, Ricco Nehls und Julien Orthmann ging Borwin Tauscher als ,,alter Hase“ auf die Tatami in der schön hergerichteten Palmberghalle von Schönberg. Alter Hase deswegen, weil der Brüeler in seinem jungem Judoleben bereits zwei Wettkämpfe auf seiner Habenseite hat. Somit lag die ,,Vorbild- und Lehrmeisterrolle“ beim kleinen achtjährigen Borwin. Diese Rolle füllte ihn dann auch stark aus. Er kämpfte dreimal, siegte zweimal und verlor durch eine unglückliche Kampfrichterentscheidung im entscheidenden Kampf. Er war der Einzige vom JV Brüel, der konsequent versuchte, zu Hüftwürfen einzudrehen, statt nur mit den Füßen zu angeln. Am Ende reichte es für Borwin Tauscher nur zum dritten Platz, was im Verhältnis zu seinen schönen Wurfansätzen und im Vergleich zu seinen Teamkollegen wirklich bitter war.

Tareck Rhode war in seiner Alters- und Gewichtsklasse kampflos und eroberte somit den einzigen ersten Platz für Brüel. In einem eigens für ihn organisierten Freundschaftskampf gab er aber alles und verlor knapp.

Tristan Krohn wurde vom ersten Gegner buchstäblich überrannt und verlor diesen Kampf nach wenigen Sekunden. Im zweiten war er gewarnt, brachte seinen Gegner zu Boden und hielt diesen tatsächlich die vorgeschriebene Zeit von 20 Sekunden fest, sodass es zu einem zweiten Platz reichte.

Ebenfalls einen zweiten Platz belegte Paul Hoddow. Trotz zwei verlorener Kämpfe gegen den einzigen weiteren Jungen in seiner Gewichtsklasse, welcher vom Schweriner Sportclub stammte. Im zweiten Kampf gab es eine knappe Entscheidung zu Gunsten des Schweriners. Das war Ausdruck für die starken Möglichkeiten, die sich der Brüeler zu Recht erkämpfte.

Den dritten zweiten Platz aus Brüeler Sicht erkämpfte Julien Orthmann, der sich richtig engagiert zeigte. Den ersten Kampf gewann er durch Unterpunkte mit guten Ansätzen, den zweiten verlor er durch eine Festhalte und den dritten gewann der Brüeler mit Ippon so schnell, dass nicht zu sehen war, ob es eine Fußtechnik oder ein Hüftwurf war. Julien Orthmann konnte diese Frage nach dem Kampf auch nicht beantworten.

Philipp Knetsch und Ricco Nehls verloren beide ihre zwei Kämpfe und wurden jeweils Dritter, wobei beiden die lustigste und lockerste Kampfgestaltung zu bescheinigen ist. Immer ein Lächeln auf den Lippen, versuchten sie ihre Gegnerschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen, was noch nicht gelang, aber sicher nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Fazit von Maren Eilenberger-Czwalinna: „Die sieben Brüeler Judohasen haben sich richtig angestrengt. Die verlorenen Kämpfe haben sie ohne Tränen weggesteckt und sich über gewonnene Kämpfe doppelt gefreut. Unsere Anfänger müssen wirklich noch viel lernen. Unmittelbar vor Beginn des Turniers habe ich sie zusammengetrommelt und nochmal ausdrücklich gesagt, dass sie nach einem Wurf auf jeden Fall den Gegner in eine Festhaltetechnik nehmen sollen. Alle haben sich perfekt daran gehalten, nur haben mindestens vier von ihnen nach drei Sekunden den Gegner wieder losgelassen und erwartungsvoll den Kampfrichter angeschaut und somit mögliche Siege verschenkt.“

Als Kampfrichter fungierte für den Brüeler Verein in nun schon gewohnter sicheren Art und Weise Niklas Voigt. Die gezeigten Leistungen der ,,Brüeler Osterhasenbande'' machten nicht nur die mitgereisten Eltern und die verantwortliche Betreuerin aus Brüel stolz.

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