Judo Verein Brüel : Ticket für die „Deutsche“ gelöst

Die erfolgreiche Delegation des Judo Vereins Brüel in Frankfurt/Oder (v.r.): Laura Steinhagen, Tina Steffens, Steve Seewald, Oskar Deatcu und André Miehle
Die erfolgreiche Delegation des Judo Vereins Brüel in Frankfurt/Oder (v.r.): Laura Steinhagen, Tina Steffens, Steve Seewald, Oskar Deatcu und André Miehle

Silber und Bronze bei Nordostdeutscher Meisterschaft erkämpft / Bärenstarke Auftritte von André Miehle und Tina Steffens

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20. Februar 2019, 17:11 Uhr

Zwei Wochen lang haben sie, trotz Ferien geschwitzt, die Judokas der Altersklasse U18 aus Brüel. Nötig wurden diese zusätzlichen Trainingseinheiten durch die anstehenden Nordostdeutschen Meisterschaften am vergangenen Sonnabend in der Brandenburg-Halle vom Olympiastützpunkt Frankfurt an der Oder. Frauen und Männer aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern kämpften um die Titel und die Fahrkarten für die Anfang März in Leipzig angesetzten deutschen Meisterschaften.

André Miehle ging als erster auf die Tatami und legte aus Brüeler Sicht einen Auftakt nach Maß vor. In der Schwergewichtsklasse ließen sich neben dem Brüeler weitere sieben Athleten einwiegen. Das Los wollte es, dass André Miehle im Auftaktkampf Jakob Lorenz vom PSV Olympia Berlin gegenüberstand. Ein harter Schlagabtausch fast auf Augenhöhe. Der Büeler ließ keine Wertung seines Gegners zu, hatte ihn immer unter Kontrolle und erwischte ihn im entscheidenden Moment mit einer sehenswerten Kontertechnik. Es folgte ein schneller Sieg mittels einer schönen Bodenkampftechnik über Romeo Amoah vom Budo Verein Lauchhammer. Nun stand der Brüeler im Kampf um den Einzug ins Finale dem ausgeruhten Berliner Vincent Cordes gegenüber. André Miehle hatte bereits zwei Kämpfe absolviert und Cordes stieg erst ins Wettkampfgeschehen ein. Aber der Mecklenburger wollte unbedingt ins Finale und um den Kampf um Gold mit eingreifen. Dieser Wille war dem Brüeler anzusehen und er lauerte geduldig, um den Berliner im entscheidenden Moment mit einem schönen Soto-maki-komi (Außendrehwurf) aus dem Wettbewerb zu werfen. Das Finale war erreicht und der Brüeler Schwergewichtler stand Tim Krüger vom Sport-Dojo Berlin gegenüber. Die ersten zwei der vierminütigen Wettkampfzeit waren vom taktischen Abtasten geprägt. Hier hatte auch der Brüeler Athlet seine Chancen zu schnellen Angriffen, die er leider ungenutzt liegen ließ. Dann kam die Möglichkeit für den Berliner. Miehle wich kurz von der taktischen Vorgabe ab, lief seinem Gegner ein zwei Schritte hinterher und bot diesem somit die Möglichkeit zu eigenen schnellen Angriffen. Das ließ er sich nicht entgehen, um den Brüeler entscheiden aus dem Gleichgewicht zu bringen. Letztlich war es ein bärenstarker Kampftag von André Miehle mit vier Kämpfen, von denen er drei gewann und Silber sicherte sowie die Fahrkarte zur DEM nach Leipzig.

Damit war die Messlatte für die kommenden Judokas aus Brüel hoch angesetzt. Am besten konnten die beiden Mädchen, Laura Steinhagen bis 78 kg und Tina Steffens über 78 kg, dieser Vorgabe gerecht werden. Laura Steinhagen hatte Losglück und konnte mit nur einem Kampf in der Vorrunde ins kleine Finale um Bronze einziehen. Dort wartete sie vergebens auf ihre Gegnerin, die verletzungsbedingt aufgab.

Tina Steffens kämpfte unerschrocken und sehr aktiv in ihren ersten beiden Kämpfen gegen die späteren Erst- und Drittplatzierten und brachte beide Kontrahentinnen stark in Bedrängnis, siegte sogar über die spätere Drittplatzierte Sarah Kantwerk aus Frankfurt an der Oder und hatte die spätere Nord-Ostdeutsche Meisterin, Moniek Reinicke vom SC Berlin, am Rande einer Niederlage. Der Auftritt der Brüelerin verlangte auch den anwesenden Beobachtern andere Vereine Respekt ab. Leider gelang es ihr nicht, im Kampf um Bronze an diese starken Vorrunden Leistungen anzuknüpfen. Steffens unterlag Laura Schunke aus Finsterwalde im entscheidenden Kampf um Edelmetall unglücklich. Sie ist immerhin noch zwei Jahre in diese Altersklasse startberechtigt. Auch für Steve Seewald und Oskar Deatcu, beide starteten in der 81 kg-Klasse nicht Chancen-, aber erfolglos, stehen noch weiter zwei aussichtsreiche Jahre in dieser Altersklasse bevor.

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