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Judo in Brüel : Starker Auftritt von André Miehle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zwei Bronzemedaillen für Brüeler Judoka bei Nordostdeutscher Meisterschaft in Greifswald

Insgesamt 222 Kämpferrinnen und Kämpfer der U15 aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die sich über die Landeseinzelmeisterschaften für die Nordostdeutsche Einzelmeisterschaft qualifizierten, kämpften am vergangenen Sonnabend in der Greifswalder Schönwalde-Halle um die Meistertitel.

Aus Brüeler Sicht hatten sich auf unterschiedlichster Weise Josefine Handel und André Miehle für diese Meisterschaft qualifiziert. Handel erkämpfte sich das Startrecht mit einem dritten Platz bei der Landesmeisterschaft. Miehle fehlte bei dieser Meisterschaft verletzungsbedingt, wurde aber auf Grund seiner guten Vorleistungen für die Nordostdeutsche Meisterschaft gesetzt.

Leider drehte sich das Blatt vor dem jetzigen Höhepunkt. André Miehle wurde rechtzeitig wieder fit, aber Josefine Handel wurde durch eine langwierige Rückenverletzung aus der Vorbereitung gerissen und war leider nicht einsatzfähig. Als sportliche- und vereinsfördernde Geste machte sich die Brüelerin aber mit auf den Weg nach Greifswald um mit ihrem Vereinskollegen vom Mattenrand aus mit zu fiebern, ihn anzufeuern oder ihn aufzubauen.

In der Schwergewichtsklasse der männlichen Judokas ließen sich neben dem Brüeler weitere zwölf Athleten einwiegen und das Los wollte es, das André Miehle gleich im Auftaktkampf Lorenz Moor, dem späteren Nordostdeutschen Meister vom PSV Olympia Berlin gegenüber stand. Ein harter Schlagabtausch fast auf Augenhöhe.

Der JVB-Kämpfer ließ keine Wertung zu, hatte den Gegner zweimal auf der Kippe, konnte aber im entscheidenden Moment nicht richtig festhalten und verlor nur durch überhastet ausgesprochene Bestrafungen wegen Inaktivität, welche im Schwergewicht nicht so schnell wie in den Leichtgewichtsklassen ausgesprochen werden sollten. Aber somit verlor André Miehle seinen Auftaktkampf äußerst unglücklich, zog in die Hoffnungsrunde ein, konnte nicht mehr in den Kampf um Gold mit eingreifen und musste am Mattenrand nicht nur wegen dem verpatzten Auftakt wieder aufgebaut werden.

Neben der sichtbaren Enttäuschung gesellte sich auch noch die bereits überstanden geglaubte Verletzung im Sprunggelenk rechts wieder dazu. Eine knappe halbe Stunde blieb dem Brüeler Betreuerstab, um ihren Schwergewichtler wieder in die Spur zu bekommen, was im Nachhinein betrachtet mit Bravour gelang. Im längeren und ermüdenden Weg über die Hoffnungsrunde räumte der Brüeler sehenswert und mit überzeugender Kampfeinstellung nicht nur den amtierenden Landesmeister Justin Wagenknecht aus Altentreptow aus dem Weg. Er bezwang auch Bob Bartel vom JV Königs Wusterhausen, Elias Lekkos vom RSV Eintracht Frankfurt an der Oder sowie Fabian Albrecht vom PSV Bergen und erkämpfte sich verdient die Bronzemedaille.

Damit sollte für Miehle der Wettkampftag noch nicht beendet sein. Im Anschluss an den Einzelwettbewerb ging es für die besten Teams um die Meisterkrone. Als Gaststarter für den PSV Rostock sicherte er im Mannschaftswettbewerb die Schwergewichtsklasse ab. Vier Vergleiche musste der PSV Rostock bestreiten und der Brüeler Starter steuerte vier Siege mit maximaler Unterpunktzahl bei. Die Unterpunkte waren in den engen Vergleichen mit dem Shidosha Dojo Berlin sowie mit der KG Frankfurt/Oder von entscheidender Bedeutung. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen den SC Berlin kämpfte sich die Rostocker Mannschaft mit der kräftigen Unterstützung aus Brüel zur Bronzemedaille.

Ein bärenstarker Kampftag von André Miehle mit neun Kämpfen, von denen er acht gewann, lassen für die kommenden Judo-Jahre in der Altersklasse U18 hoffen. 

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