Fußball Landespokal 2. Runde : Sonntagsschuss entscheidet Spiel

Trotz kämpferischen Einsatzes beider Teams, hier Andreas Keil (l.) und die beiden Mannschaftskapitäne Alexander Wirkus und Andreas Muth, war es ein sehr faires Spiel.
Trotz kämpferischen Einsatzes beider Teams, hier Andreas Keil (l.) und die beiden Mannschaftskapitäne Alexander Wirkus und Andreas Muth, war es ein sehr faires Spiel.

FC Seenland Warin unterliegt zu Hause dem SV Traktor Pentz mit 1:2 (0:1)

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08. September 2019, 00:00 Uhr

In einer weitgehend ausgeglichenen Partie, sogar mit den besseren Chancen auf weitere Treffer für den FC Seenland Warin, waren die Gäste vom SV Traktor Pentz letztlich das glücklichere Team mit dem 2:1-Sieg. Durch einen fulminanten Distanzschuss zu Beginn der zweiten Halbzeit ebneten sie den Weg in die nächste Pokalrunde.

Bei diesmal besten äußeren Bedingungen, vor einer Woche spielte man noch bei über 30 Grad, entwickelte sich vom Anstoß an ein flottes Pokalspiel, wenn auch auf technisch überschaubarem Niveau. Beide Landesklassen-Teams standen sich erstmals gegenüber. Die Einheimischen hatten vor mehr als 90 Zuschauern durch Christopher Wolf eine erste hoffnungsvolle Torannäherung (5.). Nach gut einer Viertelstunde verbuchte Justin Kalz aus spitzem Winkel einen weiteren guten Abschluss (17.). Der Tabellendritte der Landesklasse I versteckte sich nicht und hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon vier Eckbälle auf dem Konto.

Bei den Gastgebern die ohne die zuletzt noch in der Startelf befindlichen Marcel Manns, Rene Schreiber, Tobias Block (Urlaub) antraten, sah man im Ansatz recht ordentlich vorgetragene Angriffe. Eine richtig gute Möglichkeit hatte dann Hannes Brandenburg. Aus der Kontersituation heraus scheiterte er erst am SV Keeper (24.). Die Gäste versuchten es meist mit langen Bällen über ihre linke Angriffsseite. So auch in der 30. Minute, als die Hintermannschaft der Gastgeber nicht energisch genug im Strafraum klären konnte. Marco Sprenger setzte sich fast schon im Fünfmeterraum technisch gut durch und schob zum 0:1 ein. Kurz vor dem Pausenpfiff der gut amtierenden Schiedsrichterin Pauline Meincke (SV Blau-Weiß Polz), hätten sich die Platzherren eigentlich den Ausgleich verdient. Nach einem klasse 25-Meterpass des fast 40-jährigen Marco „Polo“ Prüter auf Brandenburg, setzte sich dieser elegant auf der rechten Seite durch. Aber sein Schuss auf s kurze Eck sprang zum Entsetzen der Spieler und Fans vom Innenpfosten wieder zurück ins Spielfeld (43.).

Nach emotionaler Halbzeitansprache des Wariner Trainerteams kamen die Rot-Weißen voll motiviert aus der Kabine zurück auf das Spielfeld. Als man gerade drauf und dran war, das Spiel zu kontrollieren, kam der SV Pentz wie aus dem Nichts zum zweiten Treffer. Ein so genannter Sonntagsschuss aus gut 30 Metern von Alexander Brandt schlug unhaltbar im linken Dreiangel zum 0:2 im Tor von Tim Linstädt ein (48.).

Die Gastgeber brauchten einige Minuten, um den unverhofften Rückschlag zu verdauen. Sie fanden dann aber über eine tolle kämpferische Leistung auch spielerisch ins Match zurück. Nach einer Wolf Flanke von der rechten Seite landete ein Kopfball von Brandenburg nur am rechten Torwinkel (55.). Aber die Wariner blieben nun energisch am Drücker. Nachdem nicht das einzige Mal auch in der Gäste-Abwehr Unordnung herrschte, wurden die Wariner belohnt. Nach einem Freistoß von der linken Seite setzte Mannschaftskapitän Alexander Wirkus energisch nach und vollendete zum 1:2-Anschlusstreffer (57.). Durch den unermüdlich antretenden Brandenburg ergab sich schon bald die nächste dicke Torchance für den FC Seenland. Mit viel Tempo, er war schon am SV Torhüter vorbei, fehlte dem Wariner Mittelfeldspieler aus spitzem Winkel etwas Schubkraft beim Abschluss. Ein Gästeverteidiger konnte gerade noch auf der Torlinie klären (62.). Und die Heimelf blieb auch gegen Ende der Partie ohne das nötige Quäntchen Glück. Einen direkten 25-Meter Freistoß von Hannes Brandenburg kratzte SV Schlussmann Rene Zander noch aus dem oberen rechten Toreck (88.).

Unterm Strich war es für die Wariner ein etwas unnötiges Ausscheiden aus dem Landespokal. Das sahen auch die Verantwortlichen des Gästeteams nicht anders, die auf Grund der Mehrzahl zwingender Möglichkeiten der Wariner von einem sehr glücklichen Auswärtserfolg sprachen.


FC Seenland Warin: Linstädt; Dolika, Ziepke, Kobielski, Prehn (40. Keil), Seidemann, Wirkus, "Polo" Prüter (55.Koch), Wolf, Kalz, Brandenburg.

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